Aszendent Fisch

1. Haus im Fisch

„Die Illusion ist Wirklichkeit geworden und je wirklicher sie wird, desto mehr wird sie begehrt.“ Damit wäre eigentlich schon alles über die Fischfrau gesagt. Sie kommt auf diese Welt und begibt sich auf die Suche nach Vertrauen in die Einheit. Dazu hat sie die Fähigkeit das Vordergründige aufzulösen und die Zusammenhänge, die dahinter stehen zu erkennen. Sie hat das Anliegen eins mit allem zu werden und sich mit Gefühl, vertrauensvoll dem Leben hinzugeben.

Einfach wird ihr der Eintritt in die Welt nicht gemacht. Sie kann sich mit ihrer Sensibilität schlecht durchsetzen. So wird sie andere Wege suchen müssen um sich doch durchzukämpfen. Ein Weg wird der Tränenfluss sein auf dem sie zur Durchsetzung schwimmt. Die Sehnsucht etwas haben zu wollen drückt unwiderstehlich auf ihre Tränendrüsen und es kullern dicke Perlen aus ihren großen Augen, wer sollte da nicht nachgeben. Sie beweist immer, dass körperlicher Kampf nicht notwendig ist um etwas zu erreichen.

Eine Fischfrau lässt meist alles Neue in sich hinein. Sie hat nicht viel Kraft etwas abzuwehren, doch umfließt sie das Neue von allen Seiten und nimmt es in sich auf, so dass es bald zu ihr gehört. Deswegen wird sie oft weniger Schwierigkeiten haben sich an veränderte Situationen zu gewöhnen als scheinbar so starke Typen. Sie hat das Image einer sensiblen, intuitiven und phantasievollen Frau, mit der Tendenz vor Hindernissen sofort zu fliehen. Sie braucht einem nur mit ihren sehnsüchtigen Augen anzusehen und viele werden bereit sein ihr die Sterne vom Himmel zu holen. Sie ist für ihr mitleidiges Herz bekannt und kann großen Trost spenden. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie mit ihren Wünschen einfach übersehen wird. Sie ist keine, die sich effektvoll in Szene setzen kann. oft weiß man gar nicht, dass sie an einer Veranstaltung teilgenommen hat, so gleicht sie sich ihrer Umgebung an. Viele werden ihre vertrauensvolle Einstellung dem Leben gegenüber schätzen, einige werden versuchen sie auszunützen.

2. Haus im Widder

Die Fischfrau fühlt sich wertvoll, wenn sie eine Tat vollbracht hat, die Mut und Kampfstärke erfordert. Wenn man bedenkt was die Fischfrau für ein sensibles Wesen ist, merkt man, dass das für sie äußerst schwierig ist. Oft muss sie sich den Platz in ihrer Herde erkämpfen, muss sich durchsetzen um ihren Anteil am großen Kuchen zu bekommen. Leider kann das ewigen Kampf um Geld und Besitz bedeuten. Da eine Fischfrau so mitleidig ist, lässt sie alle, die es wollen in ihr Revier hinein und muss dann darum kämpfen, wenigstens noch ein Plätzchen für sich zu haben. Einer kleinen Fischfrau wird als Gegenpol für ihre Weichheit von den Eltern gesagt: „du musst dir nehmen, wenn du etwas willst, komm hol es dir. Im Leben bekommt man nichts geschenkt, behaupte dich selbst, dann bist du etwas wert.“ Eine schwierige Situation, wenn man vor jedem Hindernis fliehen möchte. Am ehesten schafft die Fischfrau es, wenn sie in ihrer Jugend Wettkampfsport betreibt und hier siegt oder gute Plätze belegt. Dann wird sie sich spielerisch an das Kämpfen gewöhnen und auch den Sieg genießen können.

Die Fischfrau muss lernen zuversichtlich die ihr gestellten Aufgaben anzupacken, dann wird sie meist unbekümmert an ihre Aufgabe herangehen und sie mit kurzfristig eingesetzter Kraft erledigen. Mit jedem Vollbringen steigt ihr Selbstwert und die daraus resultierende Sicherheit lässt sie spontaner werden.

Die Fischfrau schenkt am liebsten spontan. Geht sie zum Einkaufen und sie sieht etwas, dass einem ihrer Lieben Freude bereiten könnte, kauft sie es sofort. Sie hält es dann auch nicht aus, dieses Mitbringsel bis zu einem Anlass aufzuheben, sondern gibt es gleich beim nach Hause kommen. Meist ist es ihr zu mühsam die Geschenke aufwendig einzupacken, eine kleine Masche herumgebunden tut es auch und ist außerdem weiniger Müllbelastend für die Umwelt. Sie hat oft den Mut etwas zu Gewagtes kaufen, z.B. könnte sie, wenn es ihr gefällt, ihre Schwester mit Dessous Überaschen, die dann rot anläuft, weil sie diese „Kleinigkeiten“ vor allen anwesenden Gästen ausgepackt hat. Manchmal gibt sie mit ihren Geschenken mehr oder weniger zarte Hinweise auf ihre Wünsche und schenkt ihrem Mann, dessen Bauch etwas gewachsen ist einen Gutschein für ein Fitnesscenter

3. Haus im Stier

Die Fischfrau braucht erst Sicherheit um sich zu zeigen. Sie wird vorerst das Revier sondieren, wie ein scheues Reh wittern, ob die Luft rein ist. Wenn sie sich sicher ist, dass ihr nichts passieren kann, dann stellt sie sich dar, dann spricht sie, erst dann wird man auf sie aufmerksam. Im Tanz kann sie ihren Körper sinnlich einstimmen. Sie genießt es sich rhythmisch zu bewegen, doch ihre Darstellung hängt von ihrem Selbstwert ab. Ist sie unsicher, zeigt sie sich nur innerhalb ihres engsten Kreises und braucht die Umgebung ihrer Geschwister. Vielleicht ist sie immer an der Hand des großen Bruders unterwegs, der schützend seine Hand über sie hält. Sie erscheint dadurch manchmal naiv, besonders wenn sie alles in „mag ich“ oder „mag ich nicht“ einteilt.

Je sicherer sie sich selbst ist, je mehr Leistungen sie vollbracht hat, desto körperbewusster werden ihre Bewegungen. Sie hat die Gabe natürlich und warmherzig aufzutreten und man spürt, dass sie sich ihres ästhetischen Körpers bewusst ist und voll in ihm ruht. Diese Ruhe strahlt sie auch aus, sie spricht überlegt und verblüfft immer wieder, dass sie trotz ihrer Sensibilität so bodenständig denken kann und ein sicherheitsorientiertes Basiswissen zeigt. Sie spricht so, dass jeder versteht was sie meint ohne ein Fremdwörterlexikon benutzen zu müssen. Sie stellt sich schnell auf die Menschen, die sie in ihre Gruppe aufnimmt, ein. Besonders versucht sie sich an Tatsachen zu halten und spricht deswegen selten über ihre Ahnungen. Das ist eine schwierige Situation für sie, außersinnliche Wahrnehmung zu haben, aber im Denken bodenständig und auf Angreifbares konzentriert zu sein. Im Extremfall orientiert sie sich nur an ihrem Denken und lässt alles andere verschwinden. Sie stellt sich dann mit dem was sie sich erkämpft hat, vermögend dar und kann sogar gierig wirken. Sie unterhält sich dann mehr über den Handel mit Aktien, Grundstücksspekulationen oder erzählt in welchem Restaurant die Portionen an Größten und die Preise am Niedrigsten sind.

Förderlich für sie sind Rhetorik-, Bewegungsseminare und Verhaltenstrainings in denen sie lernt sich authentisch auszudrücken. Mit Videotraining kann sie ihren Ausdruck schulen. Oft hat sie das gar nicht nötig, doch über die Bilder sieht sie sich so wie sie die anderen sehen und ist oft, wenn sie sich für unscheinbar und nichtssagend hält, sehr erstaunt, was sie für eine Ausstrahlung hat.

Wenn sie Fischfrau als Kind sehr in ihrer Phantasie lebt und eher künstlerische Begabung zeigt, stößt sie damit oft auf wenig Verständnis bei ihren Lehrern. „Das Kind muss doch etwas Praktisches Lernen, die Flausen müssen ihr ausgetrieben werden. Wenn die Kleine nicht tüchtig lernt, wird sie es nie schaffen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ In dieser Richtung setzten die Lehrer ihre Lernschwerpunkte. Hier kann die Fischfrau auf stur schalten und sich noch mehr in die Gemütlichkeit fallen lassen oder sie steigt aus ihrer Trägheit und zeigt, was in ihr steckt, mit welcher Ausdauer und Geduld sie lernen kann. Möglicherweise bekommt sie Nachhilfe von ihren Familienmitgliedern oder nahen Verwandten und Bekannten. Dieses hier, in der Grundschule gezeigte Lernverhalten wird in ihrem Leben meist fortgesetzt. Vor allem mit einem Thema, das sie interessiert, kann sie sich jahrelang und mit viel Fleiß elementar auseinandersetzen.

In ihren Schulaufsätzen wird sie ihre Ansichten klar darlegen und das ihr gestellte Thema pragmatisch abhandeln. Sie kann in ihrer Phantasie Entstandenes so real darstellen, dass jeder glaubt sie hätte es selbst erlebt. Ihr Stil ist einfach strukturiert und dadurch leicht verständlich. Ihr Schriftbild ist leicht lesbar, wenn sie ungeübt im Schreiben ist, ist der Schreibfluss eher langsam und die Schrift wirkt ungelenk, manchmal nachlässig. Schreibt sie gern, füllt sie ganze Hefte mit ihren Notizen z.B. über das Anbauen und den Ertrag von Pflanzen und Gemüsen, über ihre Einnahmen und Ausgaben und über alles was sich merken will. Sie meint, ist das was sie lernen will erst einmal notiert, kann sie es auch im Denken behalten. So finden sich in ihrer Bibliothek hauptsächlich Bücher zu Sachthemen, wie Garten- und Ackerbau, Baumschnitt um den Ertrag zu vermehren, über Wertanlagen, Gourmetkochbücher, aber auch Werke über Heilweisen und sachliche esoterische Literatur. Ganz versteckt, in einer Nische, finden sich sehr erotische, sinnliche Bücher, die sie sich in Mußestunden zu Gemüte führt.

4. Haus im Zwilling

Die Fischfrau fühlt sich wohl, wenn sie sich authentisch, ihrem inneren Wesen gemäß bewegen und darstellen kann. Das heißt ohne Zweifel an sich, echt und in ihren Wurzeln geborgen. Sie informiert sich über ihre Herkunft, holt sich alle bekannten Daten über ihren Stammbaum. So findet sie auch zu sich. Wenn es möglich ist unterhält sie sich mit ihrer Mutter über ihre Kindheit, zumindest hält sie gern ein Schwätzchen mit ihr. Oft ist es ihr wichtig viel über die Mutter zu erfahren und über die Gefühle die sie einander entgegenbringen nachzudenken um dadurch immer wieder neu zu lernen, sich auf Urliebe einzulassen.

Die Fischfrau hat die Gabe sich von ihrer Seele unterrichten zu lassen. Diese teilt sich ihr, wenn sie sich darauf einlässt, in Bildern mit und gibt ihr das Einfühlungsvermögen, das die Fischfrau braucht um ihre Botschaften weiterzugeben. Instinktiv weiß sie, dass sie ihre Intuition und ihre Einfühlungsvermögen in den Raum wachsen lassen soll und ihre „Erleuchtung“ auch anderen zuteil werden lassen soll. So schreibt sie die Mitteilungen, die sie erhält nieder oder hält Vorträge zu Seelenthemen, aber auch über Mutter - Kind - Beziehung und hilft anderen zu ihren Gefühlen zu finden.

Das Heim einer Fischfrau ist mit bunt zusammengewürfelten Dingen eingerichtet. Verschiedene Stile und Epochen werden mit Phantasie zwanglos nebeneinander angeordnet. Sie findet nichts dabei eine Jugendstilkommode von einer modern verchromten Lampe beleuchten zu lassen oder antike Vasen auf neuesten Fichtenholzmöbel zu platzieren. Überall wird man auf das Informationsbedürfnis der Fischfrau hingewiesen. Gefüllte Bücherregale, Zeitschriften auf jedem Tisch, Radio und Fernseher laufen gleichzeitig. In der „Villa Kunterbunt“ fühlt sich die Fischfrau beschützt und geborgen und die vielen verschiedenen Menschen, die sie besuchen oder sich nur etwas abholen fühlen sich sofort heimisch, da sie gern Kaffee oder Tee kocht um ein einen kleinen Schwatz mit ihnen zu halten.

5. Haus im Krebs

Die Fischfrau ist stolz auf ihre Herkunft, auf ihre Familie, vor allem auf die Mutter. Sie weiß viele Anekdoten aus ihrer Heimat, aber auch über ihre Kinder zu erzählen. Oftmals lädt sie bekannte Persönlichkeiten, die sie „zufällig“ wo getroffen hat zu sich nach Hause ein und freut sich, wenn diese sich bei ihr wohl fühlen. Sie selbst ist mit sich zufrieden, wenn sie ihr Wesen entfalten kann, ihre Kindlichkeit, die sie sich bewahrt hat, ausleben kann. So zu sich selbst stehend, zeigt sie Wagemut ihre Empfindungen und Wahrnehmungen in eine Form, die jeder sehen kann, zu bringen. Sie legt ihr ganzes Gefühl in ihre Selbstverwirklichung und kommt zu einem Selbstausdruck, der anderen Bewunderung abnötigt. Andererseits kann sie sich unmutig und ohne für die anderen ersichtlichen Grund zurückziehen. Dann braucht sie ihre Höhle, in der sie sich wärmen kann um wieder zu sich zu finden. So werden sich bei ihr das aktive nach außen gehen mit Phasen des in sich zurückgezogen seins abwechseln. In der zweiten Phase braucht sie eine Person, die sie „bemuttert“ und ihr Selbstvertrauen aufbaut, in der ersten Phase kann sie diejenige sein, die andere zum Ausdruck ihrer Kreativität ermuntert und zur Selbstständigkeit anhält. So verfährt sie auch mit ihren Kindern. Sie ist stolz, wenn ihre Kinder ihre Vitalität ausdrücken und fördert alles Lebendige und leitet sie spielerisch an, ihre Gefühle z.B. im Malen und Formen auszudrücken. Sie kann sich in ihr Kind gut einfühlen, hat sie doch die Schmerzen und die Freuden ihrer eigenen Kindheit noch tief in sich. Sie fördert die musikalischen und phantasievollen Talente der Kleinen, denn sie fühlt worauf ihre Kinder Lust haben und drückt schon mal ein Auge zu, wenn die Kinder statt lernen spielen möchten. Ihre ganze Wohnung ist geschmückt mit Basteleien und Zeichnungen ihrer Sprösslinge. Will man ihr eine Freude bereiten, bewundert man am besten die kleinen Kunstwerke, damit sichert man sich einen Platz in ihrem Herzen.

Oft besteht eine lebenslange, tiefe Gefühlsbindung zu ihren Kindern. Doch manche Fischfrauen gehen soweit, dass sie sich zu Hause zurückziehen und ihre Kinder in die Rolle der nach außen gehenden Autorität drängen. Das Kind lebt dann alle kreativen Impulse, die eigentlich der Fischfrau gehören und die sie dem Kind eingepflanzt hat. Sie spielt dann daheim die stolze Mutter eines berühmten Kindes. In jedem Fall genießt die Fischfrau den Kreis ihrer Familie und fühlt sich, wenn hier für sie alles in Ordnung ist auf der Sonnenseite des Lebens. Es macht ihr Spaß zu kochen, aber auch sich selbst verwöhnen zu lassen. Sie nimmt in der Familie herrschende Unlustgefühle schnell wahr und lässt sich dadurch die eigene Laune verderben. Schwer wird es für sie meist, wenn die Kinder ihre eigene Persönlichkeit entwickeln und ihr Haus verlassen. Dieses Unabhängig machen der Sprösslinge könnte die Fischfrau melancholisch und traurig machen. Hier sollte sie rechtzeitig vorbeugen und sich darum bemühen in sich selbst Lebenskraft und Zuversicht durch eigenes konkretes Handeln und Ausdrücken ihrer Gefühle, z.B. in einem Hobby zu finden.

Auf Partys kann die Fischfrau launenhaft sein. Manchmal mag sie lieber zu Hause bleiben, vor allem wenn sie befürchtet sich auf der Einladung nicht wohl zu fühlen. Sie muss man mehrmals und liebevoll auffordern, um sie zum Kommen zu bewegen. Im sexuellen Bereich ist die Fischfrau voll auf Romantik eingestellt. Bei Kerzenschein und gutem Essen spielt sie manchmal das kleine Mädchen, das sich auf Mutters Ratschlag hin, nicht verführen lässt. Schlägt sie Mutters Ängste in den Wind und ist bereit sich einzulassen, ist sie sehr weich und anschmiegsam und schnurrt, wenn sie gestreichelt wird, wie ein Kätzchen. Sie lässt sich von der Kraft eines Mannes beeindrucken, er darf jedoch nicht mit der Tür ins Haus fallen, das verletzt sie. Wird ihre Schamgrenze verwundet, zieht sie sich sofort zurück und igelt sich in ihrem Zimmer ein. Der Mann, der sie begehrt muss großes Einfühlungsvermögen besitzen und darf sich von ihren Launen nicht abschrecken lassen, dann erfährt er, dass sie intuitiv spürt was er sich wünscht.

6. Haus im Löwen

Eine Fischfrau ist stolz auf ihre Arbeit. Je lebendiger sie sich hier einbringen kann, desto mehr reift ihr Charakter. Sie bringt Begeisterung und Überzeugung in ihre Tätigkeit und steckt mit ihrer Ausstrahlung alle an, obwohl sie manchmal Schwierigkeiten mit ihren Vorgesetzten, von denen sie sich beobachtet fühlt, hat. Fühlt sie sich wertlos und neigt dazu lieber nicht gesehen zu werden, paßt sie sich an die Leitung der Firma nahtlos an. Sie ist der dienstbare Geist der Chefetage, die oft selbstherrlich über sie verfügt. Die Fischfrau leidet dann unter Vitalitätsmangel und fühlt sich schlapp und ausgebrannt. Auch Eifersüchteleien am Arbeitsplatz tragen zu ihrer Unlust bei.

Sie sollte ihre Analysefähigkeit benutzen um an ihrer eigenen Persönlichkeitsentfaltung zu arbeiten. Ihre eigentliche Tätigkeit sollte darin bestehen ihre Selbstständigkeit Stück für Stück auszuwickeln. Dafür braucht es Mut und vor allem den Willen an sich zu arbeiten. Geht sie diesen Weg, spürt sie bald die Lust und die Befriedigung, die sie braucht um sich lebendig zu fühlen. Das poliert ihren Selbstwert bis er glänzt. Bei der Fischfrau besteht kaum Gefahr, dass sie überhebliche oder selbstherrliche Tendenzen zeigt. Im Gegenteil sie setzt ihr strahlendes Naturell für andere ein, hilft mit konkreten Taten und ist sich nicht zu schade anderen einen Dienst zu erweisen.

In der Körperpflege mag die Fischfrau sonnige, blumige Düfte. Ihr haftet der Geruch der Sommerwiesen, des reifen Weizens und der Sonnenblumen an. Sie gibt relativ viel Geld für Pflegeprodukte, die versprechen ihren Teint zum Strahlen zu bringen und eine tolle Verpackung haben, aus. Oft dauert ihr dann die Anwendung zu lange. Ungeduldig schaut sie auf die Uhr, während die Entspannungsmaske auf ihrem Gesicht aufgetragen ist und ist danach gestresster als vorher. Aus dieser Erfahrung heraus zieht sie ein Kosmetikinstitut, in dem sie sich sorglos behandeln lässt vor.

7. Haus in der Jungfrau

Die Fischfrau passt sich im Flirt ihrem Partner genau an. So wie er die Romanze einleitet, so steigt sie darauf ein. Dass er zu weit gehen könnte befürchtet sie nicht, denn sie zieht eher nüchterne Realisten an, die in der Flirtkunst eher einfallslos sind und den geraden Weg gehen. Die beiden lassen sich kaum in das schöne, vorerst noch unverbindliche Gefühl der Liebelei fallen. Die Fischfrau analysiert im Kopf andauernd ob ihre Grenzen noch eingehalten werden und wie weit sie gehen darf. Völlig unromantisch kann die Fischfrau mit den Worten: „ich glaube du riechst“ oder „die Decke gehört neu gestrichen“ das Getändel abbrechen. Sie kann immer wieder auf Männer treffen, die ihr ihre Briefmarkensammlung tatsächlich zeigen wollen und die Vorsicht unnötig machen. Es kann sein, dass die Fischfrau in ihrer Kindheit durch ihre sinnlichen Bewegungen für den Ausdruck ihrer erotischen Eigenart kritisiert wurde, sich deswegen nüchtern und sachlich gibt um nur nicht sie Grenzen der Schicklichkeit zu übertreten. Dann wird sie heute für ihr nüchternes Erotikverhalten kritisiert.

Eine Fischfrau braucht Begegnung um ihr Unterscheidungsvermögen zu schärfen. Es kann vorkommen, dass sie derart in ihren Phantasien gefangen ist, dass sie den Umgang mit klaren Realisten und nüchternen Menschen braucht um ihr Gleichgewicht zu finden und auf der Erde zu landen. Diese Leute scheinen überhaupt kein Verständnis für die sensible Fischfrau zu haben. So geschieht es, dass die Fischfrau spürt, dass bei ihrem Gegenüber etwas nicht in Ordnung ist, dies aber nicht einordnen kann und es auf sich selbst bezieht. Sie sucht für das Unbehagen anderer die Schuld bei sich und versucht dann durch Zurückhaltung und dem anderen einen Dienst erweisen wollen, alles wieder gut zu machen.

Die Fischfrau bevorzugt in der Mode, vor allem wenn sie nicht auffallen will, eher gedeckte Farben und gerade, klassische Schnitte. Praktische Kleidung, in der man putzen kann, ein strenges Kostüm für den Arbeitsplatz und für festlichere Anlässe das obligate kleine Schwarze finden sich in ihrem Kleiderschrank. Manchmal lässt sie sich hinreißen modische Trendsetterinnen als aufgetakelt zu kritisieren, während sie sich wie eine graue Maus fühlt. Das kommt auch daher, dass es ihr zu schade ist Geld für solchen Kram auszugeben oder sich selbst nicht für wert befindet etwas, was nicht unbedingt benötigt wird zu kaufen. Da kauft sie lieber etwas für ihre Kinder oder ihren Mann.

8. Haus in der Waage

Die Fischfrau überlegt lange, ob sie wem ihr festes Wort gibt und gilt manchmal als wankelmütig in ihren Entscheidungen. Denn hat sie sich auf etwas festgelegt, kommt ihr bald der Gedanke ob es denn richtig war das andere zu opfern. Doch um keinen Ärger zu bekommen hält sie ein einmal gegebenes Versprechen, auch wenn sie im Geist nicht mehr dazu stehen kann. Sie will den anderen durch Vertragsbruch nicht verletzen, lieber sich selbst. So geht sie manchmal zu Verabredungen, die sie zugesagt hat ohne innere Überzeugung nur um „lieb“ zu sein.

Ist die Fischfrau eine fixe Bindung, z.B. eine Ehe eingegangen ist sie darauf fixiert, dass zwischen ihr und dem Partner immer Harmonie herrscht. Sie ist bereit immer beide Seiten zu sehen und stellt oft genug ihre eigene Meinung zurück um sich eine liebevolle Atmosphäre zu bewahren. Dass es dann unter der Oberfläche mächtig schwelt liegt auf der Hand. Doch nur selten wird der Konflikt offen ausgetragen. Die beiden Partner schweigen sich lieber an, als dass sie ein böses Wort über ihre Lippen kommen lassen. In den Gedanken der Fischfrau spielen sich oft Tragödien ab, die ihr massive Schuldgefühle bereiten und sie dazu bringen sich ohnmächtig gegen diese Übermacht zu fühlen. Doch diese Schuldängste rühren aus dem Verstoß gegen sich selbst. Da sie anderen um des lieben Friedens willen oft nachgibt, verstößt sie gegen ihre eigene Mitte und ist ungerecht zu ihrem eigenen geistigen Konzept. Sie ist darauf fixiert Extreme zu vermeiden und hat dadurch Schwierigkeiten sich für ein Lebenskonzept zu entscheiden. Dann lässt sie sich von ihrem Partner vorschreiben, welche Ideen sie verwirklichen soll.

Oft ist Initiativschwach, hat vage Ideen, die sie sich nicht aussprechen traut und ist dann neidisch auf ihren Mann, der anscheinend weiß was er will und sie damit noch provoziert. Sie sollte erkennen, dass sie sich ein eigenes Lebenskonzept zusammenstellen muss um nicht immer zum Durchmogeln gezwungen zu sein. Diese geistige Vorstellung sollte ihre Fähigkeit zum Kompromiss nicht ausschließen, aber schließlich kann man einen Konsens nur schließen, wenn man eine eigene Meinung überhaupt vertritt. Sie muss sich bewusst werden, dass sie sich von den Begegnungen mit anderen Menschen überhäufig oft beeinflussen lässt, anderen mehr recht gibt, als sich selbst. Dieses Verhaltensmuster gehört gewandelt, denn sonst führt sie ein rosarot getünchtes Scheinleben, dass ihr Leid bereiten kann, wenn die schwarze Unterseite zum Vorschein kommt.

Bei ihr besteht immer wieder Gefahr, dass ihre riesigen Gedankengebäude dem Ansturm von außen nicht gewachsen sind. Und doch liegt gerade in ihren Ideen, die sich die Mühe machen in die Tiefe zu steigen und objektiv abwägen, die Möglichkeit der Wandlung. Die Fischfrau muss sich darüber klar werden, dass sie sich sehr stark mit ihren Gedankenbildern identifiziert und diese viel Kraft haben. Halbe Gedanken - halbe Kraft, Indifferente, nicht genau festgelegte Gedanken - verstreute, nicht zielorientierte Kraft. Im Innersten weiß sie um die Macht ihrer Gedanken, die zu spontan und unüberlegt gefasst, großes Unheil anrichten können. Deswegen scheut sie sich auch sich vorschnell zu binden.. Um das Übel an der Wurzel zu fassen muss sie halbherzige, nur auf Oberflächlichkeit und Lebensgenuss bezogene Gedanken sterben lassen und unter Einbeziehung von gegensätzlichen Überlegungen zu einer ausgewogenen, auf Ästhetik und Gemeinschaftsorientierung basierenden Vorstellung zu kommen. Nach dieser nicht einfachen Wandlung, bei der immer beide Seiten einer Medaille miteinander konfrontiert werden müssen, wird sie die Wirkung, ihrer neuen Lebensbilder in der Außenwelt sofort erleben. Da sie anzieht was sie denkt, ziehen ausgeglichene, friedliche Gedanken sich wieder an. Die, in ihr wohnende, Sehnsucht nach Einheit kann immer mehr erfüllt werden.

9. Haus im Skorpion

Um die Gedankenwandlung vollziehen zu können, muss die Fischfrau auch die Wandlung ihrer Weltanschauung zulassen. Das erscheint oft schwierig, da sie ja von ihren Familienforschungen weiß, dass schon ihre Ahnen dieses mächtige Weltbild vertraten. Es fällt ihr scheinbar leichter diese Muster weiterzudenken und auch in diesem Sinne ihre Bildung zu wählen, als sich davon zu distanzieren. Manche Fischfrauen zieht es ins Ausland, wo sie glauben, alles loszuwerden oder sie verpflichten sich einer Ideologie, die es sie auch ihrem Nächsten aufzudrücken drängt, derart fest, dass kein Gedanke an Änderung besteht. Je stärker die Bindung an dieses fremde, von anderen übergestülpte Weltbild, desto vehementer wird es vertreten. Diese Fischfrau wird einem sehr böse sein oder einem sogar mit Hass verfolgen, wenn man anzweifelt, dass das was sie so klug und aus edlen Motiven vertritt, ihr selbst entsprungen sein soll.

Lässt sie die Wandlung ihrer Philosophie zu, bleibt meist kein Stein auf dem anderen und sie bringt beharrliche Willenskraft und Mut auf um zu ihrer neu entstandenen Meinung zu stehen. Da diese nicht alltäglich sein wird, kommt es immer wieder zu Zweifel, Rückschritten und sie kann sehr spannungsgeladene Zeiten durchstehen müssen. Oft erscheint es ihr als würde sie schon zu Lebzeiten durch das Fegefeuer schreiten. Doch der Lohn ist beachtlich und wirkt sich total auf die Lebensqualität der Fischfrau aus, denn sie hat wirklich Sinn im Leben gefunden und ihr Verständnis geht weit über persönliche Belange hinaus.

Eine Fischfrau reist gern an magische Orte. Plätze der Kraft, die Pyramiden, alte Kirchen oder heidnische Kulturen locken sie. Ungezwungen werden ihre Reisen meist nicht sein. Sie entwickelt so eine fixe Vorstellung ihres Reiseverlaufes, dass alles was dieser nicht entspricht als lebensbedrohlich oder feindlich angesehen wird. Oft ist es aus ihrer Sicht nicht möglich eine Reise anzutreten. Vielleicht will sie das Geld dafür nicht ausgeben oder sie opfert ihre Pläne um bei ihren Verwandten zu bleiben. Doch hat sie sich zu einem Auslandsaufenthalt entschlossen und die Vorbereitung dafür genau überwacht, bringt sie nichts mehr davon ab. Durchschnittliche Reiseziele sind ihr zuwider, eine Reise in einsame Gegenden, zu einem Vulkan oder zu einer unbewohnten Meeresinsel entsprechen ihr mehr. Ein kleines Reisedetail: manche Fischfrau ist von ihren Reisen schwanger wieder heimgekommen. Doch meist macht ihr das wenig aus, denn sie sieht Sinn darin, dass sich ihre Art, ihre Familie fortpflanzt.

10. Haus im Schützen

Die Berufung einer Fischfrau liegt darin Verständnis für die Gesellschaft in der sie lebt zu haben. Wofür sie das braucht? Nur wenn sie versteht wie die Gesellschaft beschaffen, welche Ordnung und Struktur gegeben ist, findet sie ihren Platz darin. Vorerst kann es sein, dass sie glaubt, nur wenn sie „gescheit“ ist, wenn sie eine ordentliche Bildung besitzt, hat sie das Recht sich in der Öffentlichkeit bemerkbar zu machen. Sie glaubt, sie müsste alle Verantwortung auf ihren Schultern, die unter der Last schon bedenklich nach vorne hängen, tragen. Meist lädt sie sich zu viel auf und es dauert lange bis sie erkennt, dass ihr Ehrgeiz ihrem Glaubenssystem zu entsprechen und dort ihre Fragen beantwortet zu bekommen, sinnlos ist. Auch das von den Eltern und Erziehern erwartete Verständnis wird ausbleiben. Sie wird in den Gebieten, auf denen sie sich weiterbilden möchte gehemmt. Erst im späteren Leben, wenn die Hoffnung, doch noch Anerkennung dafür, dass sie brav in den Schienen der Weltanschauung der Eltern blieb ist, abgeflaut ist, ist sie bereit sich das Recht zu nehmen sich dort Wissen anzueignen, wo sie glaubt, dass es richtig und wichtig für sie ist. Dann ist sie auch bereit Verantwortung für sich und ihre Sicht der Dinge zu übernehmen. Sie wird dann feststellen, dass es ihre Pflicht ist, mit ihrem Verständnis, mit ihrem vertrauensvollen Optimismus ein Vorbild für andere zu sein.

11. Haus im Steinbock

Jetzt wird es schwierig. Denn wenn die Fischfrau sich Wissen auf den nur für sie persönlich richtigen Gebieten aufbaut, dann muss sie sich von Freunden und auch Lehrern, die sie nur belehren und zu Zucht und Ordnung aufrufen wollen befreien. Ist sie noch nicht so weit, stellt sie sich zur Verfügung auch die Last, die ihr ihre Freunde aufbürden, ihren Kummer und ihre Sorgen zu tragen. Sie, die es möglicherweise in der Öffentlichkeit zu etwas gebracht haben und sich vorbildlich in vorgegebene Strukturen eingeordnet haben, hemmen mit ihren Belehrungen den Freiheitsdrang der Fischfrau, vor allem weil deren Idealbild den Ehrgeiz Anerkennung der Gesellschaft zu erhalten beinhaltet. Folgt sie dieser Schiene, wirft sie alles was die Tradition durchbrechen könnte, alles was plötzlich auf sie zukommt und nicht sofort einordenbar ist aus der Bahn.

In ihrer Freizeit zieht sich die Fischfrau gern zurück. Sie hat meist wenige Freunde, mit denen sie über den Ernst des Lebens spricht und gönnt sich wenig Vergnügen. Auch in ihrer Freizeitbeschäftigung will sie perfekt sein. Vielleicht studiert sie Geschichtsbücher oder streift zum Ausgleich durch Antiquitätenläden. Sie bekommt gleich ein schlechtes Gewissen, wenn sie in ihren ohnehin knapp bemessenen freien Minuten aus dem Leistungstrott ausbricht und sich Zeit für sich selbst nimmt. Hat sie die Wandlung ihrer Weltanschauung zugelassen, übernimmt sie Verantwortung für ihre Eigenart, für ihre humanitären Ziele und steht auch dazu, dass sie reformerische Grundsätze hat, mit denen sie das Normale überschreitet.

12. Haus im Wassermann

Solange die Fischfrau sich in ihrer Eigenart hemmen lässt und statt zukunftsorientierte, neue Lebensformen für sich zu suchen, im alten Trott läuft, solange ist sie enormen Zukunftsängsten ausgesetzt. Sie vermeidet jede Norm zu überschreiten und kann nichts Individuelles von sich einzubringen. Sie verheimlicht, dass sie von einer besseren Welt träumt, in der sich alle frei und gleichberechtigt bewegen können. Sie unterhält sich zwar mit ausgestoßenen Mitgliedern der Gesellschaft ohne jedoch wirklich verbindlich zu helfen. Auch ist sie von der Furcht, dass jemand ihre Distanziertheit gegenüber körperlichen Trieben bemerken könnte, geplagt. Ausdrücken kann sie das nur indem sie Alkohol und Drogen massiv verabscheut und mit einem Betrunkenen nicht einmal spricht. Grundsätzlich hat sie Angst anders zu sein als die anderen und gerade hier sollte sie ansetzen. In diese Furcht gilt es hineinzugehen, denn ohne sich dieser zu stellen ist es unmöglich sich nur einen Zentimeter von herkömmlichen Meinungen und von „Gelehrten“ geprägten und kolportierten Weltbildern abzuweichen. Wie kann denn die Fischfrau ihr Anliegen verwirklichen, Vertrauen in die Einheit zu gewinnen, sich zuversichtlich vom Fluss des Lebens tragen lassen, in der Gewissheit, dass der göttliche Plan alles für einen vorgesehen hat, wenn ein fixiertes in das Gedächtnis eingebranntes Bild, alles andere ausschließt. Und so muss sie gerade im Bereich der Wunder, der Visionen, der Suche nach allumfassender Wahrheit, die Grenzen überschreiten um sich von der Illusion, dass sich fließen lassen nur Chaos und Auflösung bringt befreien. Auch dieser Ehrgeiz, dass man als Einzelperson allein zur Weltverbesserung (die bei ihr darin besteht ja nichts Altes zu verabschieden) beitragen will, wird hier erlöst. Dann entsteht Vertrauen einen demokratischen Gegenkurs einzuschlagen, der sich aus der Masse heraushebt. So findet sie Sicherheit, sich in der ihr eigenen Art, mit ihren zukunftsorientierten Bildern, das Vordergründige aufzulösen und wird sich darüber bewusst, dass sie ein wichtiger und vor allem den anderen gleichgestellter Teil, einer größeren Gesamtheit ist.

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