Aszendent Löwe

1. Haus im Löwen

Die Löwefrau hat das Image einer warmherzigen, willensstarken Frau mit starker Ausstrahlungskraft. Ihr sprühendes Lächeln, das sie meist auf den Lippen hat, zieht viele in ihren Bann. Dadurch erobert sie sich schnell einen Platz im Herzen der anderen, bei ihr ist schwer sie nicht zu mögen. Mitunter neigt sie dazu die Zuneigung die ihr entgegen strömt als selbstverständlich zu betrachten und sich selbst arrogant zu überschätzen. Sie entscheidet dann selbstherrlich wem sie die Ehre gibt. Ist sie zu stolz, ziehen sich manche von ihr zurück und sie wird zur Herrscherin ohne Volk. Meist wird es doch nicht so weit kommen, da die Löwefrau Publikum braucht und sehr schnell einsieht, dass sie ihr Gehaben übertrieben hat.

Die Löwefrau tritt in dieses Leben um sich selbst zu verwirklichen indem sie sich mit Kreativität und Selbstständigkeit durchsetzt. Sie ist angetreten um ihre Persönlichkeit zu entwickeln und die Erfahrung der verinnerlichten Autorität zu erleben. Sie will handeln, vital und lebensfroh sein, mit starren Zwänge hat sie nichts am Hut. Alles was neu und lebendig ist bereichert ihren Lebensinhalt. Sie hat einen starken Überlebensinstinkt, der durch ihre zuversichtliche Lebenseinstellung gestärkt ist. In Krisensituationen wird sie nicht warten, bis sie gerettet wird, sondern sie wird selbst das Zepter in die Hand nehmen und ihre Klugheit und ihre Kraft einsetzen um sich aus dieser Situation herauszuhieven. Sie ist sehr stolz auf ihre Durchsetzungsfähigkeit und auf die Fähigkeit spontan, aber gleichzeitig planvoll handeln zu können.

2. Haus in der Jungfrau

Die Löwefrau muss an ihrem Wertgefühl arbeiten. Erscheint sie auch der Außenwelt so selbstsicher können sich doch Minderwertigkeitskomplexe hinter manch großspurigen Gesten verbergen. Diese Unsicherheit stammt aus ihrer Kindheit, in der sie aufgefordert sich ihrer Familie anzupassen und nach deren Wünschen handeln musste. Jetzt weiß sie manchmal nicht wie sie ihre kreativen Einfälle verarbeiten soll. So beobachtet sie worauf in ihrer Umgebung wert gelegt wird und passt sich insofern an, dass sie dieses auch haben muss um dazugehören. Sie hat sich angewöhnt Passendes zu schenken und sucht sorgsam und vernünftig dem Anlass entsprechend etwas aus. Geschenkpapier und Bänder findet sie meist überflüssig und auch eine Verschwendung der Rohstoffe.

Sie will ihr Geld durch ihrer Hände Arbeit und kluges Taktieren erarbeiten. Sie legt wert darauf, dass mit Ressourcen vernünftig umgegegangen wird. Verschwendung des Besitzes liegt ihr nicht. Doch manchmal wird sie für ihr Umgehen mit Werten oder wofür sie Geld ausgibt kritisiert. Auch Titel erarbeitet sie sich lieber, als dass sie verliehen werden. Sie blickt dann stolz auf jene, die ihre Titel ererbt haben und analysiert deren Bedeutung. Sie will, dass alle sehen wie wertvoll ihre Arbeit ist. Dazu kann sie ins Detail gehen, sie kann gut Bilanz ziehen. Sie schätzt dann sehr genau ein wie viel Platz ihr zusteht und wie viel sie den andern lassen muss und stellt auch in ihrer Familie Pläne auf welche Menge Geld und Raum jedem zusteht. Ihren Platz sieht sie am liebsten in leitender Position. Durch zu viel Genauigkeit und Penibilität kann sie ihre Vitalität einschränken und nur im Vorzimmer des Bankdirektors landen, wo sie ihre Fähigkeit zum Herausfinden der realen Werte des Privatvermögens einer Firma einsetzt.

3. Haus in der Waage

Die Löwefrau hat gern Publikum wenn sie sich zeigt. Dafür macht sie sich schön, lässt ihren Körper bräunen, gebraucht gekonnt Kosmetik und lässt ihre Bewegungen von raffiniert ausgesuchter Kleidung unterstützen. Sie genießt es wenn Bewunderer sie umschwärmen und manchen steigt der Verdacht auf, dass sie die Begegnung nur braucht um sich selbst in Szene zu setzen. Schon in der Kindheit wusste die kleine Löwefrau genau im richtigen Augenblick zu erscheinen um Applaus zu erhalten. Vielleicht kam sie schön gekleidet die Treppe herunter um sich bescheiden ans Klavier zu setzen. Die Augen der Verwandten hingen an ihr. Pech für ihre Geschwister, die vielleicht nur um die Ecke sausten und: „Hallo Tante“ riefen. Auch in der Schule fand sie schnell heraus, wie sie mit ihrer Kreativität und ihrer künstlerischen Begabung die Lehrerin bezaubern konnte. Ihre Geschwister und die Mitschüler waren die ersten Lernpartner, die ihr zeigten, dass sie sich nicht durch die hübsche Löwefrau an die Wand drängen lassen wollten. Sie verlangten, dass sie sich zurücknehmen sollte, damit sie auch ihre Fähigkeiten einbringen konnten. Je früher die Löwefrau lernte, dass eine Gemeinschaft nur schön ist, wenn alle Beteiligten gleichviel einbringen, desto harmonischer wird ihre Darstellung sein.

Die Löwefrau schreibt Aufsätze in denen sie das Thema von allen Seiten beleuchtet, sie versucht nichts auszuschließen. In dieser Darstellung kommt manchmal ihre Entscheidungsschwäche hervor, die sich in der Rechtschreibung und auch in unklarer Handlungsführung - soll die Geschichte gut oder böse ausgehen - ausdrückt. So kann es geschehen, dass sich oft gute Ansätze nicht durchsetzen und der rote Faden nicht sichtbar ist. Sie kann sich oft nicht entscheiden ob sie einen Rock oder eine Hose, den blauen oder gelben Pullover anziehen soll. Diese Alltagsschwierigkeiten, die ihr die Zeit stehlen, kennt sie vielleicht auch heute noch. Ihre Schrift hingegen wird ein ausgewogenes, harmonisches Bild ergeben. Die Buchstaben sind eher rund und mit dem Willen gesetzt, dass das Gegenüber sie auch lesen kann. Für ihre schöne Schrift erhält sie Bewunderung, aber auch für ihr zusammenhängendes Denken in Mathematik, das ihr in der Mengenlehre zugute kommt.

Wenn sie sich traut und schon genügend Selbstvertrauen hat, nimmt sie an den Theateraufführungen der Schule teil Am liebsten spielt sie die schöne Heldin oder die stolze Königin. Hier besticht sie durch ihre gewählte Ausdrucksweise. Übersteigert sie ihre Auftritte, könnte sie den Neid und die Eifersucht ihrer Mitschülerinnen erregen. Da sich Kinder nicht gern gefallen lassen, dass eine nach Beifall schielende Kollegin sie ins Abseits drängt, können sie der Löwefrau manchen Streich, der sie aus der Rolle fallen ließ gespielt haben. Auch daraus lernt die Löwefrau sich zurückzunehmen.

Die Löwefrau liest gern Liebesromane. Wenn so richtig geflirtet und geküsst wird, viel Herz, Schmerz und ein Schuss Erotik vorkommt, ist die Löwefrau von ihrem Buch nicht loszureißen. Auch Mode- und Kosmetkzeitschriften blättert sie oft durch und natürlich Blättchen, in denen berichtet wird wer mit wem flirtet, welcher Luxus wem gehört und welche Kunstrichtung „in“ ist.

4. Haus im Skorpion

Einer starken Löwefrau wird der Wille zur Macht über sich selbst in die Wiege gelegt. Sie wird schon in der frühsten Kindheit ihre Positionen abstecken. Sie kommt mit einem fertigen Programm, über ihren Lebensweg auf die Welt, das durch ihre innere Stimme immer wieder in ihr Ohr dringt. Als Baby nimmt sie dieses feine Stimmchen natürlich wahr, doch je weiter der Entwicklungsprozess fortschreitet, umso verschütteter wird der Kontakt zu ihrem Inneren. Von außen dringt immer mehr Fremdbestimmung in sie ein, der sie naturgemäß folgt und sich von ihr manipulieren lässt. Nach einigen Jahren ist die innere Stimme der Löwefrau so weit unterdrückt, dass sie keinen Zugang mehr zu ihr hat und sich nur mehr auf fremde Stimmen verlässt.

Viele Löwefrauen sind auf ihre Mutter fixiert. Oft fällt das nicht auf, es besteht „nur“ eine sehr enge Mutter- Kindbindung oder die Mutter ist sehr dominant oder es besteht Dramatik um sie. Da die Mutter meist die Funktion der inneren Stimme übernimmt, natürlich nicht gewollt oder absichtlich, wiederholt die Löwefrau zwanghaft die Muster ihrer Mutter, das gleiche Glück, das gleiche Leid, die gleiche Krankheit, die gleiche Machtposition. „Ganz meine Tochter“, sagt die Mutter, „das hat sie von mir geerbt“, doch darin liegt die Lösung nicht. Hier liegt für die Löwefrau ein schwieriger Bereich, der das eigene Muttersein oder nicht Mutterwerden können, beeinflusst. Instinktiv weiß sie, dass sie ganz tief an ihre Wurzeln gehen muss um das Konfliktpotential aufzuspüren. Da der Instinkt fremdbestimmt ist, findet sie zu ihm oft nur unter großem äußeren Leidensdruck. Viele Löwefrau verteidigen ihr Verhältnis zur Mutter, weil sie es als unzertrennlich gut empfinden und meinen sie bestimmen selbst ihr Lebenskonzept. Sie werden rachsüchtig, wenn jemand dieses Thema anspricht.

Es kann natürlich sein, dass diese inneren Bilder nicht von der tatsächlichen Mutter ausgehen, sondern in dem weit zurückreichenden Sippenpool liegen, zu dem die Löwefrau Zugang hat, von dem sie Verhaltensmuster übernommen hat und schon mit einer bestimmten Vorstellung über die Mutter geboren wurde. Ihr inneres Bild manifestiert sich im außen und sie sieht ihre Mutter so wie es ihren Gedanken entspricht. Der Wille zur Macht über sich selbst wird sich als verzerrte fixe Vorstellung thematisieren. Die Löwefrau identifiziert sich dann mit Macht über das Leben und erlebt dieses Bild entweder indem sie sich selbst als die Mächtige oder die Ohnmächtige erfährt. Diese fremdbestimmte Dominanz tötet ihr Lebensgefühl und vielleicht das Leben ihrer Kinder. Sie hat das Anliegen zur Selbstverwirklichung, das ja nicht heißt sich an die Oberfläche der weltlichen Mächte zu stellen, sondern das was das göttliche Selbst will sichtbar werden zu lassen, verloren. Vor allem hat sie ihre tiefen Gefühle unterdrückt. Die innere Stimme würde ihr sagen, dass die sich vorerst von zu Hause lösen muss um zur Selbstbestimmung zu gelangen. Dann steht nichts im Weg um unter neuer Voraussetzung, voll mit Gefühl nach Hause zurückzugehen. Manche Löwefrau, die den Weg nicht gehen wollen, erfahren von Außen den Zwang, vielleicht indem sie aus ihrer Heimat ausgestoßen werden oder sich das Ausgestoßen werden aus dem warmen Leib der Mutter als Geburtstrauma manifestiert. Komplikationen bei der Geburt sind nicht selten. Hier besteht die Möglichkeit durch Rebirthing und Atemtherapien, aber auch Rolfing etc. zu diesen verschütteten Traumen zu gelangen und sie durch Bewusstwerdung aufzulösen und so frei und selbstbestimmt zu werden. Hat sich die Löwefrau entschlossen sich in Therapie zu begeben, wird sie volle Konzentrationskraft aufbringen und alles Unwesentliche ausklammern. Sie ist bereit das seelische Leid noch einmal durchzuleben um zu ihren Instinkten zurückzufinden. Als zusätzliche Hilfe ist noch zu sagen, dass die Löwefrau sich immer wieder von der fixen Vorstellung, wie ihre Seele und ihre innere Stimme zu sein hat, die wahrscheinlich dem Fluss des Lebens zuwiderläuft, trennen muss.

Das Heim einer Löwefrau ist mit vielen magischen Dingen geziert. Möglicherweise hat sie indianische Masken, gekreuzte Dolche oder okkulte Symbole über ihrer Eingangstür hängen. Vielleicht ist sie sich deren Bedeutung gar nicht bewusst und trotzdem hängt bei ihr z.B. der Osterkranz oder die Wehnachtszweige mit violetten Bändern an der Haustür. Das ist dieses oft unbewusste Wissen über die Kraft der alten Bräuche. Die Löwefrau fühlt sich wohl, wenn ihr Heim mit eher dunklen Möbeln und Vorhängen ausgestaltet ist. Beim Duft von Räucherstäbchen fühlt sie sich dann heimelig und geborgen.

5. Haus im Schützen

Die Löwefrau ist bereit all ihre Handlungen sinnvoll zu gestalten. Sie hat das Verständnis ihre Kreativität so einzusetzen, dass sie ihre Weltanschauung formt und das Bild der vollkommeneren Welt fördert. Das wirkt sich auch auf den Umgang mit Kindern aus. Sie hat Einfühlungsvermögen in den Ausdruckswillen der Kinder und lässt sie austoben und ihre Vitalität leben. Sie spielt mit ihnen Lehrreiches, z.B. das Spiel des Wissens oder Activity. Sie fördert ihre Sprösslinge, wo sie nur kann und kümmert sich gütig um sie, weil sie der Meinung ist Kinder sollten nicht nebenher laufen, sondern sinnvoll erzogen werden. So ist sie begeistert, wenn ihre Kinder gut lernen und studieren wollen. Solange das Verhalten der Kinder in ihr Weltbild passt, ist sie großzügig und tolerant. Ihre Autorität wird sie dann ausüben, wenn die Kinder von ihrer Auffassung vom Leben abweichen.

Auf Partys brilliert die Löwefrau mit ihrer philosophischen Weltanschauung. Sie ist höflich und freisinnig und damit nicht selten Mittelpunkt der Gesellschaft. Selbst stolz auf ihre Großzügigkeit und ihr Wissen, nimmt sie sich freimütig der Mauerblümchen an, führt sie in die Salons der Partylöwen und bringt sie dazu das Fest zu genießen. In der Sexualität ist sie selbst schenkfreudig und großherzig. Sie mag es, wenn ihr Partner sich ihr mit Einfühlungsvermögen nähert und ist, solange es ihrer persönlichen Ethik entspricht, bereit sich auch auf Ungewöhnliches einzulassen.

Die Löwefrau neigt dazu den Ausdruck ihrer Persönlichkeit zu übertreiben. Die Persönlichkeit ist die Hülle über der Seele. Wird diese unterdrückt oder die innere Stimme, das Gewissen manipuliert wird man danach trachten das Naturell so weit wie möglich zu expandieren um das unterdrückte Gefühl dahinter nicht wahrzunehmen. Viel Hülle mit wenig Inhalt kann das Resultat sein.

6. Haus Steinbock

In der Jugend kann die Löwefrau daran gehindert werden, den Beruf, den sie sich ausgesucht hat, zu erlernen. Ihr Arbeitseifer wird unterdrückt und sie leidet unter den strengen Lehrherren, denen sie dienen soll. Bleibt sie jedoch verstockt und arbeitet nicht an ihrem Weiterkommen, verspürt sie die Härte des Arbeitslebens als Demütigung und neigt zur Schwermut. Meist wird sie sich nicht unterkriegen lassen und danach streben, sobald wie möglich ihre Kreativität in eine Form zu bringen, die ihr liegt. So beißt sie sich zäh durch die Lehrjahre um dann alsbald ihre Herrenjahre zu beginnen. Sie passt sich an die Regeln und Gesetze der Gesellschaft an. In diesem Sinn arbeitet sie sehr leistungsorientiert. Sie hat gelernt Anerkennung aus ihrer Arbeitsleistung zu beziehen. Sie behält ihren klaren Kopf, auch wenn fünf Telefone gleichzeitig klingeln und arbeitet auch wenn um sie Lärm und Unruhe herrscht systematisch weiter. Als Arbeitnehmerin steigt sie schnell in leitende Position auf, doch sie bleibt ihren Prinzipien treu, ist zuverlässig und zielstrebig. Gefühle unterbindet sie in ihrer Arbeit, die verleiten höchstens zu unbedachten Handlungen. Von ihren Mitarbeiterinnen verlangt sie auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, dass sie ihre Pflicht erfüllen und sachlich bleiben um die Ordnung im Betrieb zu gewährleisten. Sie sollte darauf achten, dass sie vor Ehrgeiz in der Arbeit auch Zeit zum Leben hat und sich selbst das Recht geben an ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten.

In der Körperpflege greift die Löwefrau gern auf Altbewährtes zurück. Sie verwendet traditionelle Markenprodukte, die jahrelang auf dem Markt eingeführt sind, die vielleicht auch ihre Mutter schon verwendete oder sie greift auf Großmutters Schichtseife zurück. Sie bevorzugt das Duschen dem Baden und beendet ihre Waschung meist mit einem kalten Guss, den sie als belebend empfindet. Oft ist ihr um das Geld, dass sie für ihre Schönheit ausgibt zu schade und sie trifft Einsparungsmaßnahmen und kommt mit einem Topf Creme lange Zeit aus, vielleicht zu lange und ihre Tagescreme riecht schon ranzig. Auch in der Ernährung ist sie sparsam. Zum einen, weil sie sich ihren schlanken Körper bewahren will, sie hält zeitweise eisern Diät, zum anderen achtet sie beim Einkaufen der Lebensmittel auf den Preis. Verschwendung der Nahrungsmittel ahndet sie mit Strenge.

7. Haus im Wassermann

Die Löwefrau geht sehr großzügig in die Begegnung. Sie bringt hier ihre Eigenart - die Warmherzigkeit, die Lebenslust - ein und behandelt die Menschen die sie trifft, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Herkunft, gleichberechtigt (außer sie ist gerade in einer Selbstüberschätzungsphase, dann denkt sie die anderen hätten Glück, so etwas Besonderes wie sie kennenzulernen). Sie trifft sehr originelle Leute mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Die Betonung liegt auf geistiger Freundschaft, körperlich dürfen sie ihr nicht zu nahe kommen, sie legt Wert auf Distanz, nach dem Motto: „man kann ohne weiteres nackt miteinander baden gehen, aber von anfassen ist nicht die Rede“. Übertritt wer ihre Distanzschwelle, sucht sie hektisch das Weite. Ihr Ideal ist die platonische Beziehung, in der man sich geistessprühend über das Weltverbessern unterhält. Im Flirt erotisieren sie Worte mehr, als sinnliche Blicke und Streicheln das sie womöglich als „Herumfummeln“ empfindet. Sie braucht die Begegnung mit anderen um ihren Wunsch als individuelle Persönlichkeit anerkannt zu werden nachzukommen. Um zu sehen wie unabhängig und einzigartig sie selbst ist, braucht sie andere um ihre Separation bestimmen zu können.

In der Mode hat sie einen besonderen, nicht der Norm entsprechenden Geschmack. Sie macht Modetrends selten mit, es kann nur sein, dass das was sie im Vorjahr abgelegt hat, im nächsten Jahr der Modehit wird und sie so die Trendsetter Rolle übernimmt. Sie bevorzugt eher kühle Farben und Unisex Kleidung, die ihre gute Figur hervorragend zur Geltung bringt.

8. Haus im Fisch

Eine Löwefrau hat Angst vor Ohnmacht, im Sinne von handlungsunfähig, abhängig, ziellos sein. Hat sie zu Hause schon Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt, flieht sie vor jedem, der sie an sich binden will. Sie entzieht sich sobald von festen Verträgen gesprochen wird. Fühlt sie sich selbst mächtig genug, zieht sie oft hilflose, abhängige und leichtsinnige Partner an oder auch Männer, die sehr freiheitsliebend sind und, die sich nicht binden können oder wollen. Diese werden sich auch in der Ehe immer wieder die Freiheit nehmen, nicht ihre ganze Zeit mit ihrer Löwefrau zu verbringen. Meist wird das Unabhängigkeitsbedürfnis mit „beruflicher Auswärtigkeit“ getarnt. Im Extremfall kann es sein, dass wenn die Löwefrau glaubt ihren Mann fürs Leben fest an der Leine zu haben, er ihr wie ein glitschiger Fisch aus der Hand schlittert und im Nebel untertaucht. Was bleibt ist Ohnmacht, kein Vertrauen in die Männer, Angst vor Betrug und eine immense Sehnsucht nach fester Bindung, nach Gefühlstiefe und ineinander versinken. Sie neigt dann dazu sich einen Partner, der mit seinem Leben nicht zurechtkommt zu wählen und sich ihm mit Hingebung zu opfern.

Eine Löwefrau kann sich ununterbrochen verpflichtet fühlen zu helfen, zu heilen, Mitleid zu haben und barmherzig zu sein. Sie kann sich, unter Aufgabe ihrer Persönlichkeit in den Dienst einer Mission stellen. Dabei gibt sie ihr eigenes Konzept völlig auf und wird leicht beeinflussbar. Sie gerät in Gefahr ein Spielball fremder Mächte zu werden, die sie benutzen um ihre Macht auszubauen. Der Grad ihrer Beeinflussbarkeit und ihres Helfersyndroms werden von der Beziehung zur Mutter abhängig sein. Ist sie bereit sich auf die Wandlung einzulassen und sich von den Mustern, die sie aus ihrer Sippe übernommen hat, zu erlösen, kann aus leidvollen Erfahrungen enorme Stärke erwachsen. Durch Demut erkennt in sie ihren Lebenstrieb und ihre Gestaltungskraft als grundsätzliche Säulen ihres Lebenskonzepts an. Dann kann eine wundervolle, phantasievolle Beziehungsfähigkeit wachsen, die auf dem Vertrauen beider Partner zueinander beruht. Ihre heilende Gedankenkraft reicht weit über ihre eigene Person hinaus und befähigt sie zu tiefem Mitgefühl, das wahre Hilfe geben kann.

9. Haus im Widder

Ist die Beziehungsfähigkeit noch nicht von fremden Mustern erlöst, ist es möglich, dass die Löwefrau die gleichen Eheprobleme wie ihre Mutter hat. Die beiden Partner stellen sich in der Öffentlichkeit als „aggressive Streithähne“ dar. Im besten Fall zeigen sich die beiden als spontanes Paar, dass viel Spaß am Leben insgesamt und am Reisen besonders hat. Die Löwefrau liebt impulsive Reisen, die Abenteuer versprechen. Sie entdeckt das Land, in das sie sich begibt, am liebsten selbst, ohne Reiseführer. Mit leichtem Gepäck, das sie nicht behindert und das gerade die Sportausrüstung enthält, „trampt“ sie durch die Gegend. Nahrung und was man sonst noch braucht „erlegt“ sie sich an Ort und Stelle, wozu besitzt man eine Bankomatkarte. Lesestoff findet sich in ihrer Ausrüstung selten, höchstens ein paar Magazine oder leichtlesbare Heftchen, denn stundenlanges Strandliegen liegt ihr nicht. Sie nimmt lieber an den Poolspielen teil, wo sie natürlich gewinnen will und am Abend geht es in die Disco. Hier wird getanzt und gelacht, vielleicht ergibt sich auch ein unverbindlicher Flirt. Im Urlaub, weit weg vom Alltag und der Mama kann sie sich das leisten. Hier kann sie starken Eroberungswillen zeigen, doch tief lässt sie sich nicht ein.

Eine Löwefrau kämpft für ihre Weltanschauung. Sie übt wenig Toleranz mit Menschen die eine andere Sicht der Dinge vertreten. Mit aggressiven Worten wird sie ihr Wissen darlegen, so dass niemand auf die Idee kommt ihre Kompetenz anzukämpfen. Doch ist sie, wenn man es schafft sie zu überzeugen, auch spontan bereit neue Blickwinkel in ihr Weltbild einreihen. Bei ihr geht das so schnell, dass viele verblüfft sind, sie „am Tag danach“ einsichtig zu sehen.

10. Haus im Stier

Eine Löwefrau übernimmt Verantwortung für die Gemeinschaft, vor allem für ihre Familie. Hier darf man sich mit ihr nicht anlegen, sie verteidigt ihre Gruppe und der vermeintliche Angreifer wird sofort aus ihrem Revier geschmissen. Sie ordnet ihr Leben der sozialen Ordnung unter, denn die ist für den Fortbestand der Gruppe wichtig. Das was schon war, das soll auf ewig gesichert werden. Gemeinsam nach den Spielregeln der Gesellschaft leben. Pflichtbewusst und treu - das ist ihr Ziel. Zur Absicherung ihres Zieles benötigt sie natürlich Geld und Eigentum. Möglicherweise war schon ihr Vater oder der Großvater ein Mann, der durch seine leistungsorientierte Arbeit den Grundstein für eine gesicherte Zukunft legte. Dieses Geschäft wird die Löwefrau je nach Grad ihrer Emanzipation entweder ihrem Mann übertragen oder es selbst übernehmen. Zumindest ist sie zur Mitarbeit bereit. Durch Ehrgeiz und strukturierte Arbeit unterstützt von ihren Führungsqualitäten liegt gutes Geld verdienen nicht fern. Sie könnte z.B. mit der Verwaltung und Absicherung von Staats- oder Firmeneigentum, mit der Leitung staatlicher Institutionen oder mit der Auftragsannahme und Ausführung (die sie möglichst korrekt und schnell erledigt, damit die Rechnung an den Kunden schnell hinausgeht) betraut sein und sich dadurch sehr wertvoll fühlen. Natürlich strebt sie nach Anerkennung für ihr Pflichtgefühl mit dem sie den Familienwohlstand aufrecht erhält. Sie ist fähig die Ehre und das Ansehen, das sie sich erarbeitet hat zu genießen und wird danach trachten ihre Position möglichst ewig zu halten. „Da bin ich, da bleib ich“ ist oft die Devise langgedienter Beamter oder Politiker, die ein Amt nach dem anderen annehmen und den Fotografen ihrer Wichtigkeit voll bewusst in die Kamera blicken, wenn sie eine unwichtige Nebenstraße eröffnen. Diese Leute wollen ewig in ihren Ämtern bleiben und treten alle die sich nicht an ihre Spielregeln halten oder deren Gesinnung ihnen nicht entspricht sofort aus ihrem Kreis. Gesichert wird das Bewährte und Traditionelle zum Schutz des Vaterlandes. Wen wundert es da, dass sich neue Ideen, Menschen die Alternativen entwickeln wollen so schwer durchsetzen können. Meist gibt die Löwefrau, schon aus Gewohnheit diesen tradierten Leuten bei der Wahl ihre Stimme. Somit verdrängt sie alles was ihrem Status und ihre Sicherheit bedrohen könnte. Natürlich auch das meiste was wirklich Spaß macht - denn lustige Dinge, werden als unanständig und nicht ehrenwert angesehen.

Ihren Besitz verwaltet sie entweder selbst, weil sie kein Vertrauen in fremde Menschen hat, oder sie lässt es von staatlich anerkannten Institutionen verwalten, möglicherweise kauft sie Staatsanleihen, die ihr Kapitalsvermehrung sichern. Auf windige Aktiengeschäfte, die zwar schnelles Geld bringen lässt sie sich nicht ein.

Setzt sich die Löwefrau mit ihrem Anliegen nach Spaß, Lust und Lebensglück auseinander, nimmt sie sich das Recht ihre Kreativität in ihren Bereich voll einzubringen, ohne sich begrenzen zu lassen. Mit gesundem Menschenverstand bewegt sie sich innerhalb der Gesellschaft und bringt ihr Feuer auf die Erde um ihren Beitrag zum Zusammenleben der Gesellschaft zu leisten. Sie setzt sich auch mit ihrem Körper vernünftig auseinander und überfordert ihn nicht.

11. Haus im Zwilling

Die Löwefrau pflegt viele oberflächliche Kontakte und meint das wäre Freundschaft. Ihre wirklichen Freunde sind allesamt lustige Gesellen, vielleicht Hobbypiloten, die mit ihren fliegenden Kisten Spaß haben oder Journalisten und Fernsehleute, Menschen, die sich mit Telekommunikation beschäftigen, die vorurteilsfrei und zukunftsorientiert leben. Bei gemeinsamen Unternehmungen ist die Atmosphäre locker und unbekümmert. Es wird getratscht und die neuesten Informationen ausgetauscht. Ist die Löwefrau auf der Gesellschaftebene hoch hinauf gestiegen, zählt sie Reporter zu ihren Freunden. Vielleicht nicht ohne Hintergedanken. Zeitungsmenschen sind gut um gut informiert zu werden und um selbst gute Berichte zu bekommen.

Grundsätzlich will sie sich von Oberflächlichlichkeit befreien und das Herumflattern von einer Neuigkeit zur anderen durch Erkennen von Gegensätzen und der damit verbundenen Vorurteilsfreiheit ersetzen. Sie will sich in ihrer originellen Eigenart darstellen und so in eine neue Kommunikationssphäre eintreten, wo jeder als gleichberechtigtes Einzelwesen seine Standpunkte einbringen kann. Welche Alternative zu dem streng hierarchischen System wo nur der „Wertvolle“ was zu sagen hat.

12. Haus im Krebs

Die Löwefrau hat Sehnsucht danach ihre ureigenen Gefühle wahrzunehmen. Hat sie den gesellschaftsorientierten Weg eingeschlagen, ist sie der Meinung sich Gefühle nicht erlauben zu dürfen. Sie fürchtet sich davor einer Illusion zu verfallen. Emotionen würden ihr gesamtes Sicherheitssystem bedrohen. Sie will als selbstbewusst und aktiv gelten und eine unabhängige Person sein. Auf der Karriereleiter aufzusteigen, bedarf Ellenbogentechnik und Egoismus. Die Gefühle anderer wahrzunehmen würde den Geltungsdrang massiv einschränken. Würde sie die Schmerzen, derer auf deren Rücken sie aufsteigt, fühlen, würde sie nicht mehr rücksichtslos sein können. Dass sie sich durch ihr Streben auch die Rückkopplung zu ihrem eigenen Fühlen abschneidet vergisst sie. Dabei leidet sie massiv unter Lieblosigkeit und kann nur kompensieren, indem sie an der Oberfläche bleibt und noch mehr Ruhm und Ehre erwirbt.

So verdrängt sie ihre ursprüngliche Natur. Vielleicht leidet sie massiv darunter, dass in ihrer Umgebung alle Grünflächen, Wälder und Auen zubetoniert werden. Auch Umzüge in andere Landstriche werden nicht viel nutzen, denn sobald sie es sie sich heimelig gemacht hat, rollen die ersten Bagger an. Eventuell flieht sie auch aus ihrer ländlichen Heimat in die große Stadt. Dauernd auf der Flucht vor sich selbst, drängen sich Ängste und chaotische Gemütsbewegungen aus dem Nebel und überrollen sie wie eine Meereswoge. Ebenso wie die Wellen, zieht sich diese Anwandlung wieder zurück. Würde die Löwefrau nur einen Teil ihrer Gefühle zulassen, würde sie sich mutterlos und dadurch wurzellos fühlen, weil sie sieht, dass die Mutter nicht so ist, wie das Bild, das sie von ihr eingeprägt hat. Das einzige Gefühl, dass sie begleitet, ist die Angst, dass die Mutter verschwinden könnte. Einige Löwefrau sind so stark in der Erleidens Form, dass sie überhaupt mutterlos aufwachsen müssen. Und obwohl sie ihre Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Muttersein, ihr Schutzbedürfnis vor allen verheimlichen will, sieht das etwas geschulte Auge sie mit weichen, geöffneten Lippen durch die Welt ziehen, immer suchend nach der Mutterbrust. Ersatzbefriedigung wird im Rauchen, am Kugelschreiber kauen, zu viel Essen oder Trinken gesucht. Und obwohl sich die Löwefrau eisern an Diäten und Gesundheitsvorschriften halten kann, dringen diese „Laster immer wieder durch. Damit niemand ihren Panzer, den sie sich schützend um ihr Herz gelegt hat, aufbrechen kann, reagiert sie auf Zuwendung hart und abweisend und vertreibt jeden, der ihre Ängste fühlt, mit geplanten Feindseligkeiten.

Und doch kommt sie mit dem Anliegen zur Welt: „Hilfe, ich will meine Seele heilen“, denn wahre Lebendigkeit ist eine Balance zwischen Geben und Nehmen, zwischen Aktion und Reaktion. Jeder, der handelt, muss die Folge seiner Handlung wahrnehmen, jeder Selbstausdruck muss seine Wurzeln haben, zu jeder Autorität gehört das in sich ruhen. Da hilft nur eines: sich auf den Rhythmus der aus dem Unbewussten aufsteigenden Gefühle einzulassen, sie sogar zu ermuntern hervorzukommen. Auch die Löwefrauen, die unter ihrer Mutterproblematik leiden, sollten sich ihren Ängsten stellen. Was nämlich hinter der großen Leidensfront herauskommt ist diese fließende allesverbindende Liebe zwischen Mutter und Tochter, die gar keiner festen Konzepte oder einschränkender Bilder bedarf. Diese unwahrscheinlich große Liebesfähigkeit gibt die Löwefrau dann ungehindert an ihre Kinder, an alles kindliche, an die Natur weiter. Sie findet zu ihrer wahren Identität, die weich, sensibel, ahnend und heilend ist, sobald sie sich von der Fremdbestimmung erlöst und der damit verbundenen Angst vor Gefühlen und echter Austausch wird möglich.

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