Aszendent Steinbock

1. Haus im Steinbock

Das Anliegen einer Steinbockfrau ist es ihre eigene Ordnung, ihre eigenen Strukturen einzubringen. Sie hat das Recht sich durchzusetzen und nach ihren eigenen Gesetzen zu leben. Hier kommt es meist schon in der frühesten Kindheit zu Konflikten. Das Kind kommt eigentlich fertig geformt und an eine eigene Ordnung gebunden auf die Welt und wird von den Eltern und deren Regeln begrüßt. Sie verlangen natürlich nicht absichtlich und nicht verbal formuliert, dass das Kind sich ihren Normen und Gesetzen unterordnet. Da das Kind ohne die Liebe und die Anerkennung der Eltern nicht leben kann, unterdrückt es sofort das eigene Anliegen, denn mit den eigenen Regeln findet es keinen Platz in der Herde. Es beginnt seine Taten daran auszurichten ob sie geschätzt werden oder nicht. Und so formt sich schnell ein Bewertungssystem, das die ganze Durchsetzung und das Tatverhalten des Kindes prägt. Lächeln die Eltern - dann nur so weiter, wird ihr Blick tadelnd - dann sofort aufhören. Alles was der Elternnorm entspricht und das ist in diesem Fall meist Leistung, Ehrgeiz, zielorientiertes Handeln ist als geschätzte Eigenschaften abgespeichert, alles andere wie Spontanität, Draufgängertum, Pioniergeist oder auch das Abrechen einer begonnen Sache ist schlecht und wenn es doch getan wird belastet es das Gewissen. Davon ausgehend, dass die Steinbockfrau sich diese Elternsituation selbst ausgesucht hat, ist anzunehmen, dass sie diese Reibung braucht und sich zum Ziel gesetzt hat, Schritt für Schritt und für sich selbst ihre Anlage zu entwickeln. So ist die Bewusstwerdung der eigenen Rechte und deren Durchsetzung die Lebensmotivation der Steinbockfrau. Zur Entwicklung ihres Anliegens hat sie eine hohe Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und ein Pflichtgefühl, das sich später zu Treue gegenüber sich selbst wandeln wird, mitgebracht.

Das Image der Steinbockfrau, ist das einer nüchternen, sachlichen und verantwortungsbewussten Frau. Auf ihr Wort ist Verlass, denn sie hält die Spielregeln der Gesellschaft eisern ein. Sie unterwirft sich selbst hohen Maßstäben und setzt sich dadurch auch selbst unter Leistungsdruck. Sie ist keine Spontane, Unüberlegte, sondern wägt genau ab, was ihr Anerkennung einbringt. So geht sie an Neues eher mit Zurückhaltung und manchmal sogar gehemmt heran. Wenn sie aufgefordert ist sich sofort oder körperlich zu behaupten, wird sie ängstlich. Ihr Überlebensinstinkt ist auf Realismus und Machbares ausgerichtet. Solange sie in sicheren Bahnen, in einer Umgebung die Ordnung garantiert lebt, ist sie zufrieden. Wenn die Ordnungsstrukturen durch Konturlosigkeit, egoistische Einzelindividuation oder Reformen bedroht ist, wird ihr Kampfgeist aktiviert. Sie wird mit allen Mitteln versuchen das traditionelle Gefüge festzuhalten oder es wieder herstellen wollen.

2. Haus im Wassermann

Die Steinbockfrau möchte einen besonderen Wert haben und will sich unersetzbar machen, indem sie alles verbessern und in einen idealgleichen Zustand bringen kann. So sucht sie neue Wege um zu Besitz zu kommen oder ihr Vermögen zu erhalten und zu vermehren. Dabei schont sie ihren Körper nicht. Im Geist hat sie eine perfekte Idee und ihr Körper muss sich fügen. Doch nur solange sie sich in das bestehende System einfügt. Entdeckt sie erst die eigenen Rechte, werden solche Dinge zweitrangig. Auf ungewöhnlich originelle Weise sichert sie sich das Ihre und freundet sich mit ihrem Körper an. In der Kindheit könnte sie dazu neigen ihr Taschengeld für Mickeymouse und andere Comichefte ausgeben. Diese Zeichentrickfiguren verdienen sich oft auf absonderliche Weise ihren Lebensunterhalt. Im Kopf der Steinbockfrau könnte sich die Idee formen, es auch so machen zu wollen. Dass dieses Vorhaben undurchführbar ist, bemerkt sie spätestens, wenn sie ihren Eltern davon erzählt. Doch mit originellen Einfällen und zukunftsorientierten Einfällen kann sie immer wieder ihren Wert steigern.

Sollten ihre Ideen sich nicht mit der Realität vereinbaren lassen, ist die Steinbockfrau aufgerufen sich von ihrem festgefahrenen Wertesystem zu befreien. Dabei muss sie behutsam vorgehen, da plötzliche Veränderungen sofort ihren Überlebensinstinkt aktivieren und sie wieder in die alten Geleise zurückfällt. Steht sie innerlich dadurch unter Druck, können für sie wertvolle Dinge plötzlich zerbrechen oder sie könnte sich verspekulieren und sich von ihrem Besitz „befreien“ und auch ihre wertvollen Ideen zerschlagen sich.

Die Steinbockfrau fühlt sich besonders schätzenswert wenn sie einen Titel erworben hat oder einen Ehrentitel verliehen bekommt. Es kann sie hektisch und nervös machen, wenn sich ihr Kontostand verringert. Ihren Platz in der Welt findet sie in dem sie ihre Fähigkeiten einem Team in dem alle gleichberechtigt zur Absicherung neuer Technologien beitragen oder Raum für neue Ideen schaffen zur Verfügung stellt.

Die Steinbockfrau schenkt originell. Sie hat oft zündende Ideen, wie sie ihre Geschenke verpackt. Z.B. ist in einem riesigen Karton, aus dem der Beschenkte Unmengen von Holzwolle entfernen muss, ein klitzekleiner, aber besonders wertvoller Diamant enthalten. Sie ist es die organisiert, dass auf dem Polterabend ihrer Freundin ein spärlich bekleideter Mann aus der Torte springt. So werden sich bei ihr viele Menschen melden, die eine Idee für ein besonderes Geschenk brauchen.

3. Haus in den Fischen

Die Steinbockfrau hat Angst sich darzustellen. Deswegen zeigt sie sich meist wie hinter einer Nebelwand und scheint für andere oft nicht greifbar. Solange sie ihre eigene Struktur verdrängt, hat sie ja auch nichts Eigenes zu zeigen. Vielleicht wird sie in ihrer Kindheit von ihren Lehrern einfach übersehen oder die Lehrer und Lehrerinnen werden mit der Klasse nicht fertig, erscheinen hilflos und erkranken öfter. Je mehr sie ihre eigene Ordnung zugelassen hat, desto verständnisvoller werden ihr ihre Ausbildnerinnen entgegenkommen. So sie sich das Recht nimmt, sich durchzusetzen zeigt sie sich vertrauensvoll und wissend, dass sie mit der Aufnahme und Weitergabe von Informationen dem großen Ganzen einen Dienst erweist. Möglicherweise hatte die Steinbockfrau in der frühen Kindheit Angst zu sprechen und versteckte sich, wenn sie zur Unterhaltung aufgefordert wurde. Auch möglich, dass sie unkontrolliert viel sprach und ihr deswegen laufend Fehler unterliefen, weil sie einige Silben verschluckte. Dann redete sie ohne Maß und Ziel und es schien, als wäre sie süchtig danach sich zu produzieren.

Die Steinbockfrau liest gern Bücher, in denen die Heldin alles tun darf und den größtmöglichen Freiraum um sich zu bewegen, hat, Detektivgeschichten, in denen die Heimlichkeiten anderer gewitzt aufgedeckt werden, aber auch authentische Berichte über Süchtige, Hilflose oder schwer Erkrankte verschlingt sie gerade zu. Die Geschichte einer Nonne, die unschuldig ein Kind erwartet kann sie tagelang berühren und die Steinbockfrau ist kaum von ihrem Buch wegzubringen. Sie löst sich in der Erzählung gleichsam auf und nicht selten leidet sie so mit, dass sie sie zu Tränen gerührt ist. Das eigene Schriftbild der Steinbockfrau kann aussehen wie ein Tränensee. Die „a“ und „o“ erscheinen wie dicke Tränentropfen und sind leicht zu verwechseln. Ist die Schrift steil und eng verbirgt sie ihre Gefühle hinter dieser Schrift. Ihre Aufsätze schillerten vor Fantasie und Illusion, aber beschrieben auch oft die Sehnsucht oder die Ängste unter denen die kleine Steinbockfrau litt. Manchmal verlor sie mitten im Schreiben den roten Faden und schrieb etwas völlig anderes weiter. „Unkonzentriert, ihr Kind ist höchst unkonzentriert“, mussten sich die Eltern am Elternsprechtag sagen lassen. Sie hat auch in Mathematik eine phantasievolle Art ein Beispiel zu lösen. Für sie ist eine Linie nicht unbedingt eine Gerade. Auf diesem Gebiet ist alles möglich: entweder scheut die Steinbockfrau lesen und schreiben komplett oder sie verbringt ihre ganze Zeit damit. Der harte Turnunterricht war auch nicht ganz das Ihre, zu viele Wagnisse musste sie in Kauf nehmen, z.B. das Seil bis an die Decke der Turnhalle zu erklimmen. Sie mochte lieber den Schwimmunterricht oder Gymnastik mit Musik und Entspannungsübungen. Auch später kann sie ihre Bewegungen dem Klang von Musik völlig hingeben. Vielleicht macht sie sogar einen Beruf daraus. Sie wäre eine verständnisvolle Lehrerin für milieugeschädigte, kranke oder behinderte, bewegungsunfähige Kinder.

Als Erwachsene kann die Steinbockfrau ihren Alltag als chaotisch und unbewältigbar erleben. Sie kann sich vielleicht ihren Geschwistern gegenüber, die immer wieder auftauchen und sie durcheinander bringen, schlecht durchsetzen. Andererseits hat sie gerade zu ihren Geschwistern ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und es besteht oft ein unzerreißbares Band der Nähe.

4. Haus im Widder

Die innere Stimme der Steinbockfrau sagt: „Kämpfe, setz dich durch, greif zu, nimm dir was dir zusteht“. Auch die Mutter könnte diese Worte immer wieder gebraucht haben. Sie wird die Steinbockfrau immer wieder auffordern ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Folgt die Steinbockfrau dieser Stimme wird sie in ihrem Zuhause beginnen müssen sich durchzusetzen und sich mit ihrer eigenen Ordnung zum Durchbruch zu bringen. Dadurch könnte sich in ihrem Heim die Aggressivität vorerst verstärken und es kann zu Kämpfen kommen. In seltenen Fällen erlebte sie die Mutter schon als Baby als streitsüchtig oder gewalttätig, so dass das Klima zu Hause eher unfriedlich war. Meist erlebte sie es nur so, dass die Mutter sich gut durchsetzen konnte, sehr sportlich war und ihre Tochter dazu anhielt sich nichts gefallen zu lassen.

Wenn in der Steinbockfrau die Frage: „Wer bin ich?“ auftaucht, können sich kurzfristig massive Zorngefühle einstellen, da sie ja ihr eigenes Anliegen zugunsten der Erfüllung von Normen anderer zurückgestellt hat. Da heißt es jetzt mutig sein und Kampfgeist zu zeigen. Je mehr Mut sie aufbringt und sich auf die Beantwortung dieser Frage einlässt, desto schneller stößt sie zu ihren wahren Wurzeln vor und findet ihre Identität.

Eine Steinbockfrau ist auf das Messen der Kräfte eingestellt. So fühlt sie sich im Kampfsport wohl oder dort wo es auf Initiativkraft und rasches Anpacken ankommt. Sie zieht Direktheit und Geradlinigkeit trickreichen Handlungen vor. Dementsprechend wird ihre Höhle, in die sie sich zurückzieht, ihre Wohnung aussehen: gerade Linien, spartanisches Mobiliar, vielleicht ein Dolch über dem Sofa. Manchmal sieht man der Einrichtung an, dass sie spontan ausgesucht wurde und ohne lange nachzudenken einfach irgendwo platziert wurde. Instinktiv weiß sie, dass sie sich aufmachen soll und wie eine Heldin um ihre Wesensgleichheit kämpfen soll. Da ihr Annliegen gleich nach der Geburt verdrängt ist, ist das Neuland für sie. Doch wenn sie sich den Gefühlskämpfen, die sie hier zu bestehen hat, stellt und die unbewusste Angst vor Aggression überwindet, findet sie sich selbst in all ihrer Weichheit wieder.

5. Haus im Stier

Ihre Kinder betrachtet die Steinbockfrau als zu ihrer Herde gehörig und behandelt sie fast wie ihr Eigentum. Kann sie selbst als Mutter manchmal zu Zornausbrüchen neigen, vermittelt sie ihren Kindern doch immer wieder das Gefühl dazuzugehören, wertvoll zu sein und sich in der Familie beschützt zu fühlen. Sie genießt ihre Kinder als Bereicherung an Kreativität und fühlt sich durch sie lebendig und vital. Sie bringen ihr das Gefühl von Fortbestand und Spuren hinterlassen zu haben. Dieses „gemeinsam sind wir stark“ Gefühl, bekam die Steinbockfrau schon von ihrem Vater vermittelt, der ein sehr gutmütiger Mann ist. So ist sie sich ihrer Identität in der Gruppe zu der sie sich zugehörig fühlt und auf die sie stolz ist am meisten bewusst. Hier kommt ihr Wertebewusstsein stark zum Tragen. Wer eine traditionelle Verbindung mit der Steinbockfrau vorweisen kann wird gerne aufgenommen und untersteht ihrem Schutz, wer nicht dazugehörig ist wird ganz klar ausgegrenzt. So verlangt sie auch von ihren Kindern, dass sie miteinander an einem Strang ziehen oder ihr Revier verlassen.

Die Steinbockfrau ist absolut handlungsfähig wenn es darum geht Grund und Boden, Verwertbares, Fruchtbares zu schaffen. Auf diesem Gebiet sieht sie ihre Selbstverwirklichung, lässt ihre Kreativität einfließen und kann hier eine echte Autorität werden. Im Gegensatz dazu können Projekte, die für sie unrealistisch oder für die kulturelle Zusammengehörigkeit störend sind sie ihrer Vitalität und ihres Lebenswillens berauben. Sie ist stolz auf ihre materiellen Güter. Hat sie genug und ist ihr Wertgefühl befriedigt, fühlt sie sich auf der Sonnenseite des Lebens. Die Frage ist nur ab wann ihr Wertbedürfnis zufriedengestellt ist. Hier besteht die Gefahr, dass man zu gierig wird und immer mehr materielle Güter und damit auch Macht haben will. Zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit sollte die Steinbockfrau darauf achten ihre Kreativität zur Schaffung von Fruchtbaren einzusetzen. Vielleicht bearbeitet sie gern ihren Garten und hat das Geschick Kartoffeln und Tagetes so zu pflanzen, dass sich für das Auge ein hübsches Bild ergibt und die beiden Pflanzen sich gegenseitig die Schädlinge fernhalten und der Ernteertrag steigt. Sie kann durch ihrer Hände Arbeit zu zufriedenstellender Selbstverwirklichung kommen. Wenn die Steinbockfrau etwas wirklich will, kann sie eine enorme Zähigkeit und Beharrlichkeit entwickeln bis sie am Ziel ihres Wollens ist. Das ist eine ihrer großen Stärken, vor allem weil sie das Erreichte auch genießen kann.

Die Steinbockfrau ist für Spiele wie Monopoly oder DKT jederzeit zu haben. Roulette mag sie wenn sie die Bank halten darf. Sollten sich in so einem Spiel die Chips vor ihr mehren ist sie zufrieden und ihre Backen blähen sich zufrieden. Sobald sich jedoch ein Jeton aus ihrem Gut zu einem Mitspieler bewegt, wird ihr Hals immer dicker und sie kann ganz schön cholerisch reagieren und mit einer Handbewegung das Spielbrett vom Tisch fegen. Später wird sie sich weigern dieses Spiel noch einmal zu spielen. Manchmal kann man aus ihrem Spielverhalten auch auf ihren Umgang mit Geld und Besitz und auf das Verlieren können schließen.

Auf Partys geht die Steinbockfrau gern, denn meist gibt es hier gutes Essen und Trinken umsonst. Manchmal fällt auf, dass solange sie isst und sich ständig in der Nähe des Buffets aufhält, nicht bereit ist sich zu unterhalten. Wenn ihr jemand auf dem Fest „nicht unter die Nase“ geht kann sie sich demonstrativ von ihm abgrenzen. Dabei hält sie es nicht für nötig eine Ausrede zu erfinden, sondern geht einfach. Mag sie jemanden macht es ihr nichts aus ihn auch körperlich kennenzulernen. In der Sexualität kann die Steinbockfrau eine sinnliche Genießerin sein. Sie setzt ihren ganzen Körper ein um zu einem „fruchtbaren“ Ergebnis zu kommen. Massage, Musik unterstützen die Sinnlichkeit. Wenn die Steinbockfrau der Ansicht ist, dass Sexualität für sie wertvoll und nutzbringend ist, will sie sie auch regelmäßig erleben.

6. Haus im Zwilling

Eine Steinbockfrau arbeitet am liebsten dort wo sie mit anderen Menschen Informationen austauschen kann. Böse Zungen behaupten sie tratscht gern am Arbeitsplatz. Meist spricht sie gern über ihre Arbeit und passt ihren Verstand an die jeweilige Tätigkeit an. Als Arbeitnehmerin ist sie wissbegierig und begreift den Arbeitsprozess mit Hilfe ihres Intellekts sehr schnell. Sie ist daran interessiert so viele Unterlagen wie möglich durchzuackern um immer am neuesten Stand und gut beschlagen zu sein. So ist sie bald soweit, dass sie ihr Wissen, z.B. an Lehrlinge, weitergeben kann. Sie zeigt sich vernünftig und versucht ihre Arbeit systematisch und rationell zu erledigen.

Auch Eindrücke, die von außen auf sie einströmen verarbeitet sie in ihrer Denkmaschine. Jeder Impuls wird in Gedanken analysiert und auf seine Brauchbarkeit getestet. Dadurch kann sie auf viele Fragen Antwort geben, denn sie arbeitet an ihrem Wissen und an seiner Verwertung. Vielleicht hält sie Vorträge, bietet in der Erwachsenenbildung Seminare an und ihr Chef nimmt gern Einblick in ihre genauen Notizen und Beobachtungen. Sie wird immer den neuesten Stand der Technik überprüfen um up to date zu sein. Manchmal hat sie die Gabe ihre Kollegen mit treffenden Imitationen ihrer Chefs oder ihrer Kunden zu unterhalten und trägt so zu einem lustigen, entspannten Arbeitsklima bei. Berufe die ihr gefallen könnten im Verkehrsbereich, Straßenplanung oder der Analyse und Benutzung von Kommunikationsmittel, wie Telefon oder Zeitung, im Sprachlabor, aber auch im medizinischen Bereich, vielleicht Lungenfachärztin sein. Es liegt ihr auch, Auskünfte über Sparmaßnahmen, z.B. Steuerersparnis zu verkaufen. In der Anlageberatung könnte sie tief in die Trickkiste greifen und sich durch geschicktes Taktieren profilieren.

Bei der Pflege ihres Körpers neigt sie Steinbockfrau dazu viele verschiedene Mittel auszuprobieren, quer durch den Gemüsegarten - von Melissenbad bis Kastanienextraktspülung und Brombeerblättermaske. Sie informiert sich gern was oder wie sie ihren gesundheitlichen Zustand fördern oder Heilungsprozesse unterstützen könnte. Hier gibt sie ihre Erfahrungen gern weiter, aus ihrem Wissen kann man manch nützlichen Rat bekommen. Voraussetzung ist natürlich, dass sie nicht an der Oberfläche bleibt und sich tatsächlich in diesen Bereich vertieft, ansonsten gibt sie nur das weiter, was sie in einer Frauenzeitschrift beim Friseur gelesen hat.

7. Haus im Krebs

Die Steinbockfrau braucht ihre Mutter oder mütterliche Freundinnen, bzw. Freunde um ihre Gefühle kennen zu lernen. Sie trifft sehr gefühlsbetonte Leute, die Wärme und Geborgenheit ausstrahlen und bei denen sie sich wohlfühlt. Sie kann sich, wenn sie es zulässt, gut in die Menschen, denen sie begegnet hinein fühlen. Gerne geht sie mit ihnen Essen oder lässt sich bekochen. Da der Gefühlsbereich eher Neuland für die Steinbockfrau ist, sollte sie die hier aufgenommenen Eindrücke verinnerlichen und reifen lassen, um aus ihnen zu lernen und sie weiterverwerten zu können. In der Jugend geschieht es ihr öfter, dass sie einfach wie ein launisches Kind behandelt wird und dass sie sich dann beleidigt zurückzieht. Später neigt sie dazu die anderen Menschen zu belehren und ihnen nahezulegen sich nicht so infantil aufzuführen.

Der Mann, der mit der Steinbockfrau flirten möchte, muss sehr sensibel und gutherzig sein, denn sie lässt sich gern romantisch und phantasievoll umgarnen. Sie möchte nicht die treibende Kraft sein, sondern lädt still zum Poussieren ein. Sie möchte umworben werden und übernimmt den empfänglichen Teil, der viel Wärme braucht. Sie mag, es verliebt durch die Wiesen und Auen zu streifen oder gemeinsam Musik zu hören. Das schwierige für sie und den Mann, der sie umwirbt ist es hinter ihrer starken Maske das zärtliche Weibchen wahrzunehmen. So kehren sich die Rollen oft um und die Steinbockfrau gibt das, was sie selbst sich wünscht. Dann übernimmt sie den aktiven Part und sucht sich einen „Softie“, den sie bemuttern oder bevormunden kann.

Die Steinbockfrau kleidet sich gern weiblich. Sie mag fließende Stoffe und trägt oft Hausanzüge. Wenn sie sich in einem Kleidungsstück nicht wohlfühlt, kann es noch so teuer oder schön sein, sie wird es nicht tragen. Bevorzugte Farben sind weiches grün, weiß, Silber und, wenn sie ihren kindlichen Geschmack zulässt, rosa. Dann freut sie sich über kuschelige und weiche Sachen mit romantischen Spitzen, die sich an ihre Haut schmiegen. Meist wird sie diese Note jedoch auf ihre Kinder übertragen und ihr Mädchen läuft, ob es will oder nicht, ständig in zuckerlrosa Kleidchen herum, währenddessen die Steinbockfrau zu dunkelbraunen oder schwarzen Stücken greift, die ihr zwar auch gut stehen, ihre Gesichtszüge doch oft härter erscheinen lassen.

8. Haus im Löwen

Die Steinbockfrau hat eine genaue Vorstellung von dem was sie will und wie sie sich verwirklichen möchte. Oft merkt sie nicht, dass dies die Bilder ihres Vaters oder des Großvaters, den sie so bewundert sind. Hier gilt es für sie genau zu überdenken wessen inneren Gedanken- oder Handlungsmustern sie folgt. Wenn sie zu sehr auf Führungswillen, Machtstreben und egoistischem Selbstfindungstrip ist oder wenn sie das Gefühl hat, dass ihr Selbstbewusstsein unterdrückt ist, sollte sie prüfen ob sie diese Vorgehensweisen nicht von der Sippe übernommen hat und fortsetzt. Diese Muster sollte sie sterben lassen, um ihr Herz, ihre Lebenskraft zu befreien um sich mit echter Herzenswärme und eigenem Konzept zu erleben. Das ist auch die Voraussetzung sich in tiefe Bindungen ohne Spielchen einlassen zu können. Ansonsten könnte sie derart machtgail werden und jede Menge Verpflichtungen eingehen nur um ihren Königsanspruch zu untermauern. Nahe liegt auch, dass sich die Steinbockfrau an einen autoritären Partner gebunden hat und ihre Vitalität und ihre eigene Selbstständigkeit seinem Führungsanspruch opfern. Daraus erfährt sie viel Herzensleid. Auch dann kann sie bei ihren Ahnen nach ähnlich gelebter Partnerschaft suchen. Das kann mühsam werden, weil meist gewisse Dinge, die mit Selbstherrlichkeit oder dem Verspielen von Verpflichtungen zu tun haben, verschwiegen werden.

Eine Steinbockfrau möchte ihr Lebenskonzept nach freiem Ermessen, nur der inneren Autorität gehorchend gestalten. Dazu muss sie sich von Besserwissern befreien. Hier hat sie die Möglichkeit in die Tiefe zu gehen und mit eigenem Selbstbewusstsein emporzusteigen. Sie benötigt dieses, um ihr Anliegen zu verwirklichen und sich der eigenen Haltung dem Leben gegenüber bewusst zu werden. Dann wird sie die Partnerschaft mit einem Mann herzlich gestalten und hat nichts dagegen, dass jeder seine eigenen Ziele verfolgt. Einem würdevollen Mann, der Autorität ausstrahlt steht sie hilfsbereit zur Seite, solange er sie ihre Führungsqualitäten ausleben lässt. Sie will Lob für ihre Treue, die sie mit einmal gegebenen Versprechen, trotz möglicher Widerwärtigkeiten hält.

9. Haus in der Jungfrau

Die Steinbockfrau reist eher spartanisch und nur mit vorheriger Planung. Ihre Reisen ermöglichen es ihr ihre Kenntnisse für ihren Beruf zu erweitern. Sie wird sich mit ihrem Reiseziel genau auseinandersetzen, möglichst die Stadtpläne schon Wochen vor Reisebeginn studieren und danach die genaue Route festlegen. Manchmal hat sie an ihren Auslandsreisen viel zu kritisieren, besonders wenn sie etwas nicht genau so, wie im Reiseprospekt beschrieben, vorfindet. Um nicht in gesundheitliche Nöte zu kommen, hat sie immer eine gut ausgestattete Reiseapotheke dabei. Auch das Lexikon in der entsprechenden Landessprache fehlt nicht. Man merkt, dass ihr spontanes Reisen nicht liegt. Ist sie mit einer Reisegruppe unterwegs kann sie sich ohne namhafte Probleme anpassen. Vielleicht vertreibt sie sich die Zeit der langen Busfahrt mit der Analyse ihrer Gefährten und spart nicht mit harter Kritik. Ihr Hotelzimmer wird sie peinlich in Ordnung halten und nichts Persönliches herumliegen lassen.

Auf dem Gebiet der Gesundheit, der Botanik oder auch der Pädagogik bildet sie sich vorzugsweise weiter. Sie kann, wenn sie die Möglichkeit eines Hochschulstudiums nicht hatte, Initiative für ein Heimstudium ergreifen und in mühseliger Detailarbeit zu großem Wissen kommen. Hier kommt ihr ihr Scharfsinn, ihre Logik und ihre Fähigkeit methodisch vorzugehen zu Gute. Sie glaubt nur an realistische und machbare Dinge, an das was man auch angreifen oder zumindest was wissenschaftlich bewiesen ist. In ihrer Weltanschauung hat meist nur Bodenständiges, Zweckmäßiges, Nüchternes und Einordbares Platz. Ihr Optimismus, an eine heile Welt zu glauben, hält sich in Grenzen und sie kritisiert Menschen, die sich diesen Glauben bewahrt haben. An die traditionelle Religion, die ihr ihre Eltern weitergaben passt sie sich vorerst an um möglicherweise in späteren Jahren, das für sie Wesentliche herauszufiltern. So gefällt ihr beispielsweise die Reinheit der Mutter Maria und das christliche Dienen. Vielleicht arbeitet sie aus diesem Grund in einer kirchlichen Institution oder in einer ideologischen Gemeinschaft mit. Sie analysiert, was für den Einzelnen das Beste sein könnte und versucht andere die ihrer Meinung nach unrealistisch oder gutgläubig sind zu belehren. Für sie ist es wichtig den Sinn ihres Tuns zu erkennen. Damit ist sie bereit auch Entbehrungen auf sich zu nehmen. Aus diesem Verständnis wird sie auch die Durststrecken, die ihr in der Arbeit an sich selbst begegnen können, durchhalten.

10. Haus in der Waage

Die Steinbockfrau sollte mit ihrer eigenen Ordnung und Struktur in die Begegnung gehen. Nur dann ist die Voraussetzung für eine ausgewogene und harmonische Beziehung gegeben. So ist ihr Ziel, sich in ihrer eigenen Form zu leben und den anderen auch ihre eigene Form zu lassen. So gelingt es ihr sich mit der der Gesellschaft in Einklang zu bringen und Verantwortung im Wechselspiel der Beziehungen und strebt ein harmonisches Zusammenleben an. Sie ist die geborene Diplomatin. Es kann sein, dass die Steinbockfrau in ihrer Kindheit dazu angehalten wurde zu jedermann lieb und nett zu sein. Wenn sie im schönen rosa Kleidchen knickste, bekam sie von allen Seiten Anerkennung und die Eltern waren mit ihr zufrieden. Es reichte schon, wenn sie gedrängt wurde jedem die Hand zu geben und die älteren Verwandten zu küssen obwohl ihr davor graute. Diese Verhaltensweise ist tief in ihr eingeprägt und ist noch immer versucht vor jeder hochrangigen Persönlichkeit zu „knicksen“. Bei einem Knicks beugt man tief das Knie und bringt so dem anderen die Hochachtung dar. Die Kinder unserer Zeit lernen das heute höchstens im Ballettunterricht oder sehen es im Fernsehen. Doch das Handgeben und das Wangenküssen gehört noch immer absolut zum guten Ton und viele Kinder verstecken schon automatisch die Hände hinter dem Rücken, wenn sie dazu gezwungen werden der Höflichkeit zu entsprechen. Sie hat das Recht auf ausgewogene Begegnung und das heißt, sie sollte sich über ihre Berufung klarwerden, damit sie dieses Ziel auch einbringen kann. Sie will mit ihren ausgleichenden Bemühungen, mit ihrem Ziel Eintracht zu säen, zum friedlichen Zusammenleben aller Völker beitragen. Sie spielt nicht den Friedensapostel, sondern es ist ihr einfach ein ernstes, wichtiges Anliegen, gerade weil wir mit neu aufbrandenden Völkerkonflikten, Briefbomben und Minderheitenhass konfrontiert werden. Sie trägt im kleinen, wie im großen Bereich zur Verständigung bei. Es genügt oft schon, wenn sie Ausgleich zwischen ihren ausländischen und inländischen Nachbarn schafft. Hier geht es nicht um persönliche Befriedigung, sondern darum sich für die Verständigung und damit für das Wohl aller zu engagieren.

11. Haus im Skorpion

Die Steinbockfrau ist bereit ihre Freizeit für ihre großen Ideale, z.B. den Dienst in einer Institution, zu opfern. Sie ist bereit sofort nach Dienstschluss in die Rolle der Samariterin zu schlüpfen, Krankenbesuche zu machen oder Hilfstransporte zu organisieren. Es kann auch sein, dass sie jede freie Minute ihren mächtigen Freunden zur Verfügung stellt. Von ihnen lässt sie sich so manipulieren, dass sie noch „danke“ dafür sagt, dass sie so vereinnahmt wird. Meist hat sie sich einer guten Sache so verschrieben, dass sie ihre ganze Zeit damit ausfüllt.

Manchmal kommt ihr der Gedanke, dass sie sich von Macht und Unterdrückung befreien will. Sie möchte die Moral und die Anständigkeit, die sie aufgedrängt bekam, über Bord schmeißen und einmal elementar, triebhaft und leidenschaftlich sein. So idealisiert sie gewisse Bereiche ihres Lebens, baut sich riesige Gedankenbilder, wie man die Welt verbessern könnte und setzt keinen einzigen Schritt um sich an ihr Ideal heranzukommen. Sie verbannt ihre leidenschaftlichen Ideen tief in den Hades und bleibt lieber hübsch gesellschaftsfähig und konform mit der Masse. Dann kostet es ihr enorme Energie, diese, aus heiterem Himmel hervor zuckenden, Gedanken immer wieder in den Untergrund zu verbannen. Vielleicht fühlt sie sich von magischen Dingen angezogen, pilgert in ihren Mußestunden zu Orten der Kraft oder vertieft sich in einen Kristall um hier Kraft zu tanken.

12. Haus im Schützen

Die Steinbockfrau hätte auf dem Gebiet der Bildung und des Wissen und der daraus resultierenden Weisheit unbeschränkte Möglichkeit. Da sie jedoch nur „Realistisches“ in ihr Denken einlässt, schließt sie sich von vielem aus und versteht kosmische Zusammenhänge überhaupt nicht. „Das sind Weltfremde“ sagt sie über Menschen, die dieses Wissen anstreben. In gehemmter Form fühlt sie sich in ihrer Weltanschauung unverstanden und hat nicht den Mut ihre eigene Meinung nach außen zu bringen. Sie hat ja das Weltbild anderer, denen sie zugesteht das „richtige Wissen“ zu haben, kritiklos übernommen und hat selbst Angst sich eine eigene Ideologie aufzubauen. Das kann sie soweit bringen, dass sie in das Gebiet der Esoterik zu leichtgläubig und zu optimistisch hineinstolpert, nur weil sie einen Lehrer oder einen Guru gefunden hat, dem sie alles glaubt. Ihre Sehnsucht nach edler Gesinnung und edlen Menschen macht sie anfällig für deren schöne Worte. Ist sie hier einmal enttäuscht worden, lehnt sie dieses ganze Gebiet, um sich zu schützen, rigoros ab, fühlt sich vielleicht heimlich doch immer wieder hingezogen.

Sieht sie ihre Berufung darin Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft und den Frieden zwischen den Menschen zu schaffen und will sich in den Dienst einer edlen Gesinnung stellen, sich sozusagen auf die Seite der Guten stellen. Sie entwickelt Verständnis für die Randgruppen der Gesellschaft und hilft hier jovial und großzügig, auch wenn sie sich manchmal betrogen fühlt. Dann kann sie das Gefühl des Verrats in großen Mengen Alkohol zu ertränken versuchen.

Wenn sie sich von ihrem Bewertungssystem, von dem alles in gut und böse einzuteilen erlöst, wird sich ihr Verständnis unheimlich erweitern und sie erkennt, dass alles in allem enthalten ist. Ihr Blickwinkel vergrößert sich nach allen Richtungen und sie kann die Hintergründe gewisser propagierter Weltanschauungen sehen und sich dazu ihre eigenen Gedanken machen. Hier liegt ihr Schlüssel, mit dem sie das Tor zur Welt öffnen kann und ihr Anliegen, das Recht in eigener Form und nach ihrer inneren Ordnung zu leben, durchsetzen.

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