Aszendent Waage

1. Haus in der Waage

Das Image der Waagefrau ist das einer denkenden Frau, die auf kulturellem Gebiet Bescheid weiß. Sie hat Charme und weiß sich mit diesem, auf friedlichem Weg, durchzusetzen. Man weiß, dass sie schwer auf etwas Konkretes festzulegen ist und dass sie für klare Entscheidungen lange braucht, weil sie alle Für und Wider abwägen muss. Doch diese Eigenart macht sie auch so liebenswert. Sie wird nie vorschnell über etwas oder jemanden urteilen.

Ihr Anliegen ist es Ausgleich zwischen ich und Du zu finden. Sie braucht um selbst eine einheitliche Persönlichkeit zu werden die Ergänzung, die von außen kommt. Sie strebt eine Versöhnung, eine Ausbalancierung von Bewusst und Unbewusst an. Alles was ihr unbewusst ist findet sie in der Begegnung und webt das was sie hier sieht in ihr Denken, in ihre Bilderwelt ein. Das ist der Antrieb für sie offen, kontaktbereit und objektiv hinauszugehen um sich mit anderen Menschen auszutauschen. An Neues, für sie Unbekanntes tastet sie sich mit der Bereitschaft sich in das Andersartige hineinzudenken und sowohl ihre Sicht, wie die des Unbekannten objektiv zu sehen, heran.

Die Waagefrau setzt sich selten offen durch. Sie versucht vorerst sich durch Konflikte durchzumogeln, nach dem Motto: die meisten Dinge erledigen sich von selbst, wenn man nur lange genug wartet. Ihr Überlebensinstinkt wird erst aktiviert sobald ihr ausgeprägtes Harmoniebedürfnis bedroht wird. Dann wird sie alles daransetzen das was für sie schön und ästhetisch ist zu verteidigen und sich für ihre ethischen Grundsätze einsetzen.

2. Haus im Skorpion

Die Waagefrau hat eine genaue Vorstellung von dem was für sie wertvoll ist und hat eine starke Bindung an Hab und Gut. Sie fühlt sich der Erhaltung und Vermehrung des Besitzes ihrer Sippe zuliebe verpflichtet. Eventuell erledigt sie das durch Heirat. Aus diesem Gesichtspunkt opfert sie die Eigenbestimmung über ihren Geist und ihren Körper am Altar des Familienerbes.

Sie fühlt sich nur sicher, wenn sie das, worauf sie fixiert ist auch in ihren Besitz bringen kann. Ansonsten kann sie einen langen Leidensweg in Kauf nehmen um ihre geistige Vorstellung über Eigentum zu erfüllen. Hier folgt sie einem beharrlichen Zwang, der sie nur schwer loslässt. Hat sie genügend materielle Werte, fühlt sie sich mächtig, hat sie das Erstrebte nicht, fühlt sie sich ohnmächtig. Der einzige Weg aus dieser Doppelmühle, ist der Weg in die Tiefe, bis in die Höhle, wo die ererbten Muster, die das Besitzstreben prägen wohnen. Hier kann sie sich bewusst werden von welchem Familienmitglied sie dieses Verhalten übernommen hat und dieses Muster durch ihr eigenes Programm ersetzen. Leicht gesagt und schwer vollzogen, doch die Waagefrau hat hier ein zu erlösendes Potential. Sie ist eine leidenschaftliche Genießerin und fühlt sich in geordneten Verhältnissen am sichersten. Doch Sicherheit und beständiger Wert gründen sich nur auf Verwirklichung ihrer eigenen Pläne und Konzepte. Lebt sie in fremdbestimmten Manifesten weiter, geht sie mit sich selbst, mit ihrem Körper lebensfeindlich um. So fühlt sie sich nur ungefährdet, wenn sie die Macht hat, über ihr Eigentum frei zu verfügen und sich in ihren eigenen Raum zurückziehen kann. Es kann geschehen, dass diese Möglichkeit in der Kindheit nicht gegeben war und sie ununterbrochen von Menschen umgeben war. Doch die Waagefrau verbarg ihre Gefühle. Sie zeigte sich hart im Nehmen und demonstrierte das liebe Gesicht, das von ihr erwartet wurde. Doch in ihrem weiteren Leben will sie dafür sorgen, dass sie nie wieder solchen Zwängen ausgesetzt wird, so entwickelt sich diese Fixierung auf Materielles, Eigenraum und Abgrenzung. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass die Waagefrau in der Rolle der Ohnmächtigen bleibt und es Zeit ihres Lebens geschehen lässt, dass jeder durch ihre schwache Abgrenzung vordringt und sie in ihrem Innersten verletzt, indem er sie kontrolliert. Dann lebt sie unter Hochspannung und jeder Genuss ist ihr verleidet. Sie findet ihren Platz in der Welt, wenn sie sich von der ständigen Kontrolle ihrer Werte, z.B. der täglichen Einsicht in ihre Kontoauszüge befreit, bzw. sich der Nachprüfung ihrer Finanzen durch andere entzieht und selbst Verantwortung für ihre Güter übernimmt. Damit gewinnt sie Lebendigkeit, muss sich aber auf die Balance zwischen behalten und loslassen einlassen. Der beste Wert ist die Sicherheit in sich selbst.

Die Waagefrau schenkt gern magische Dinge und liebt die geheimnisvolle Überraschung. Ihre Geschenke können die Gefühle der Beschenkten tief berühren, aber sie kann mit ihren Gaben auch Wunden aufreißen.

3. Haus im Schützen

Eine Waagefrau stellt sich gebildet und wissend dar. Sie hat in vielen Gebieten, vor allem in jenen über die „man im Alltag Bescheid wissen muss“ Kenntnisse gesammelt. Ob diese tief und weitreichend sind ist eine andere Frage. Die Waagefrau zeigt sich gern großzügig und tolerant und vor allem in einer Ideologie ruhend. Z.B. könnte es für jeden offensichtlich sein, wie religiös sie ist und wie sie jeden Sonntag die Kirche besucht. Und sie will ihr Wissen, ihre Weltanschauung weitergeben. Sie hat die Gabe auf ihr Gegenüber einzugehen und so fällt es ihr nicht schwer, dass das was sie vermitteln will von den anderen aufgenommen wird. So füllt sie ihren Alltag auch mit missionarischen Pflichten, für die sie nicht unbedingt Geld bekommt, aus. Sie strahlt einen derartigen Optimismus und Enthusiasmus aus, so dass andere sich davon angesteckt fühlen und motiviert werden mit der Waagefrau an einem Strang zu ziehen und sich von ihr belehren lassen.

In ihrer Kindheit hatte sie meist das Glück verständnisvolle Lehrer zu haben, von denen sie gerne lernte. Sie hat Freude an der Bewegung und so könnte Sport zu ihren Lieblingsfächern gezählt haben. Sie bewegt sich athletisch und sehnig und bringt mit ihrer gut gebauten Figur alle Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Schülermannschaft mit. Es könnte natürlich auch sein, dass sie ein „kleines Pummelchen“ war, dann mochte sie Sport nicht unbedingt. Auch in späteren Jahren könnte ihre Figur langsam aber sich immer üppiger werden und ihr körperlicher Ausdruck wird sich anpassen. Hatte die kleine Waagefrau nicht das Glück tolerante Lehrer zu erwischen, traf sie auf „Pädagogen“, die aus dem Verständnis ihres (oft sehr starren) Weltbildes die junge wissbegierige Seele in diesem Sinne erziehen wollten. Alles was nicht in das Bild des Lehrers passte, wollte er nicht für wahr anerkennen und die Waagefrau könnte es schwer gehabt haben, mit ihrem doch sehr zukunftsorientierten Denken diese, als Weisheit letzter Schluss, vorgesetzten Ansichten zu glauben. Vielleicht gab es die meisten Schwierigkeiten mit dem Religionslehrer, der nach Meinung der Waagefrau völlig verstaubte Methoden anwandte. Möglicherweise suchte sie außerhalb der Schule nach Informationen, die ihrem Wissensdrang entspräche. So könnte sie sich ganz ihrem Lieblingssport, z.B. Reiten gewidmet haben, bis sie auf einer höheren Schule oder einem Lehrplatz genügend „Hirnfutter“ bekam. Die Waagefrau könnte durch diese Erfahrungen angespornt werden selbst eine Lehrtätigkeit auszuüben um es besser zu machen. Sie lehrt meist in Kindergarten oder Grundschule und ist bemüht den Kleinen auf verständnisvolle Weise sprechen, lesen, rechnen beizubringen oder ihren Bewegungsablauf zu schulen.

Die Waagefrau liest gern Bücher über Reisen, Philosophie, Religion und auch Esoterik. Sie möchte sich beim Lesen auch bilden und ihre Zeit eher nicht mit minderwertiger Literatur verbringen. Auch Bücher die Jagd, über Pferde- oder Hundezucht wecken ihr Interesse. Das wichtigste scheint das tägliche Studium der Tageszeitungen zu sein, denn die Waagefrau will ihren Wissenstand up to date halten. Ihr eigenes Schriftbild ist hervorragend leserlich. Ihre Schriftlänge wird eher größer ausfallen und Ober- und Unterlängen sind gleichermaßen betont, damit sie ein harmonisches Bild ergeben. Bei ihren Aufsätzen fällt vorerst die glatt dahingleitende Schrift auf und dann nimmt einem der hoffnungsvolle und optimistische Schreibstil gefangen. Auch das traurigste Thema beinhaltet tröstliche Worte. Der einzige Makel kann in dem absoluten Wollen zu besonders gescheiten Formulierungen liegen, die zu viel verwendet einen gespreizten und auch altklugen Eindruck vermitteln. Ihre mündlichen Leistungen sind noch besser als ihre schriftliche, denn hier kann sie mit ihrer geistigen Beweglichkeit, gepaart mit Redetalent und ausgefeiltem Sprechstil bestechen. Auch in Fremdsprachen, die sie leicht lernte, kann sie sich gut ausdrücken.

Die Waagefrau will ihr alltägliches Leben sinnvoll gestalten. Unter sich ständig wiederholenden, monotonen Arbeiten leidet sie. Ist ihr fad neigt sie zu übergroßer Bequemlichkeit. Mitten im Alltagstrott kann die Waagefrau die Sehnsucht nach der Ferne überkommen und dann blättert sie während ihrer Hausarbeit, zwischen Staubsaugen und Bügeln Reiseprospekte durch.

4. Haus im Steinbock

Eine Waagefrau fühlt sich wohl, wenn alles um sie ordentlich bis perfekt ist. So gestaltet sie ihr Heim eher nüchtern aus. Gerade Formen ohne Schnörkel und zweckmäßige Möbelanordnung wird hier vorherrschen. Sie benutzt ihr Heim zu Repräsentationszwecken und die Bilder und Blumen sind wie in einer Wohnzeitschrift abgebildet arrangiert. Die Palme steht genau in richtiger Position, damit die antike Anrichte voll zur Geltung kommt. Generell kann sie ein Faible für Antiquitäten und zeitloses Inventar innerhalb ihres Wohnbereiches haben. Ist man bei ihr zu Hause zum Essen eingeladen ist der Tisch vorbildlich gedeckt, es fehlen weder Servietten, noch Kerzen, noch Vorlegebesteck. Da die Waagefrau auch zu Hause auf Moral und Anstand wert legt, ist es zu empfehlen sich korrekt zu kleiden, zumal man bei ihr nie wissen kann, welche hochrangige Persönlichkeit sie noch zu Tisch gebeten hat.

Die Waagefrau hat eine Mutter, die sie den Empfehlungen der Allgemeinheit getreu, perfekt versorgte. Gestillt wurde zu fixen Zeiten, es wurden starre Regeln eingehalten um das Baby nicht zu verwöhnen. Es herrschte eine gewisse Strenge im Elternhaus vor, die sich vor allem durch mangelnde Gefühlsbezeugungen ausdrückte. Da sich die Waagefrau mit hauptsächlich mit richtig und falsch identifiziert hat sie sehr strenge Grundsätze, die sie auch an ihre eigenen Kinder weitergibt. Manchmal leidet sie darunter, dass es ihr nicht gegeben ist, spontan ihre Gefühle auszudrücken und ihr z.B. das hemmungslose Schmusen mit ihrem Baby schwer fällt. Sie erzieht ihre Kinder so, dass sie sich ihren Normen, aber auch denen der Gesellschaft unterordnen. Auffälliges übertreten der Grenzen wird sofort, meist mit Liebesentzug, bestraft. Die Waagefrau hat eine Menge Regeln, die sie aus ihrer frühsten Kindheit mitgebracht hat, zu erfüllen und es fällt ihr nicht immer leicht ihre Weichheit und ihr Schutzbedürfnis zu unterdrücken.

Instinktiv fühlt sie, dass Gesetz und Ordnung ihr Schutz bieten und dass das Alte in Ehren gehalten werden muss. So ist es im Heim einer Waagefrau nicht ungewöhnlich, die Punkte, die ihr zum Verhalten in ihrer Wohnung wichtig sind, im Vorzimmer aufgelistet zu sehen. Durch die Hemmung ihrer Fühlfähigkeit fühlt sie sich manchmal kalt an, woraus auch bestimmte Krankheiten, die mit Verhärtung zu tun haben resultieren können. Besonders wenn ihre Kinder dem Windelalter entwachsen sind fällt es ihr schwer, die liebevolle Zuneigung zu zeigen aber auch sie anzunehmen. Durchbrach das Kleinkind noch spontan ihren Panzer, traut es sich das mit zunehmenden Alter nicht mehr. Die innere Stimme der Waagefrau weist sie immer wieder darauf hin, sich das Recht zu nehmen ihre Gefühle körperlich und seelisch auszudrücken.

Hier kann es in bestimmten Lebensphasen, wie Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahren immer wieder zu inneren Kämpfen kommen, wenn sich durch die Hormonumstellung die Gefühle nicht mehr unterdrücken lassen, denn Gefühlsausbruch oder -überschwang liegt der Waagefrau nicht. Sind ihre Emotionen auf ein Mindestmaß reduziert, sollte sie sich die Zeit nehmen ihrer eigenen Grenzen im Bereich des Gemüts auszuloten. Sie gerät sonst in Gefahr in ihrer Wahrnehmung stark eingeschränkt zu sein und weder ihre Bedürfnisse noch die der anderen zu spüren. Das kann heißen, dass sie nur mehr die Sinneseindrücke, die mit der Moral, mit der sie sich identifiziert, zulässt und ihr Weltbild immer enger wird. Dann wird sie eine starke Brille brauchen um überhaupt noch etwas zu sehen. Sie wird immer weniger in ihr Leben einlassen und ihr Heim und sie selbst gleicht einer Gefriertruhe, die auch den noch so guten Inhalt in sich begräbt. Auch wenn ihre Kindheit hart war oder sie Gefühle zeigen nie gelernt hat, sollte sie sich um das Auftauen ihres Wesens bemühen, mit dem Ziel ihre wahre Identität aufzudecken.

5. Haus im Wassermann

Die Waagefrau ist sich ihrer Identität am meisten bewusst, wenn sie Grenzen übertritt. Identifiziert sie sich mit Gut und Böse und übersteigt ihre engen moralischen Grenzen, fällt sie für sich selbst aus der gesellschaftlichen Ordnung. Eine Menge Schuldgefühle lassen das befreite Aufatmen nicht zu. Sie erkennt sich selbst als Einzelwesen mit der nur ihr eigenen Art. Diese Erfahrung verunsichert sie zutiefst, sie fühlt sich aus der Gruppe ausgestoßen, so dass sie Einzelfälle im Leben der Waagefrau bleiben werden. Doch die Idee, dass sie eine besondere Kreativität und Handlungsfähigkeit besitzt wird immer plötzlich in ihren Gedanken stehen. Hier ist die Chance abrupt ihre künstlerische, avantgardistische Begabung und ein neues Bild, mit eigenen Regeln zuzulassen. Wenn sie es zulässt, geht das so schnell, dass für Schuldgefühle wenig Zeit bleibt und neues Selbstbewusstsein entstehen kann. Ihre Handlungen sind vorausschauend gesetzt, da sie in ihre Pläne zur Selbstverwirklichung die Zukunft, die neuesten technischen Möglichkeiten miteinbezieht. Diese Talent, dass meist schon ihr Vater hatte, könnte sie in ihrem Mann suchen.

Sie spielt gern kreative Spiele, die das gestalterische Talent fördern. Vielleicht experimentiert sie mit ihren Kindern mit dem Chemiekasten oder baut Flugdrachen mit ihnen, die sie dann hoch steigen lassen. Zumindest sieht sie ihren Kindern gern bei diesen Spielen zu und kann so richtig mitleben. Sie behandelt nicht nur die eigenen Kinder, so lange sie sich an ihre Regeln halten, gleichberechtigt und geht demokratisch mit ihnen um. Sie respektiert den Freiheitsdrang ihrer Kinder und so ergibt sich ein geselliges Verhältnis, in dem sich keiner gefangen fühlt.

Auf Partys orientiert sich die Waagefrau an den anwesenden Leuten und je nach deren Niveau unterhält sie sich mit ihnen auf ihrer Ebene, ohne auf Standesunterschiede zu achten. Fühlt sie sich sehr gescheit und gebildet, lässt sie die „Besondere“ durchblicken und referiert gern über humanitäre Ziele und Menschenrechtsfragen. Doch als Waage hat sie die Gabe, das sich selbst auszudrücken und das dem Anderen zuzuhören gut zu verbinden. Es kann natürlich vorkommen, dass sie immer wieder auf Menschen trifft, die ihr ausschließlich die Rolle als Zuhörerin zuteilen wollen, da sie ein offenes Ohr hat und den ganzen Abend lang mit ihren besonderen Fähigkeiten prahlen. Das liebe Lächeln der Waagefrau wird zur Maske, doch die Höfliche lässt sich ihr Desinteresse kaum anmerken. Doch sobald man auf ihren wippenden Fuß blickt, der nervös auf und ab tanzt, merkt man ihre Langeweile.

Je stärker die Waagefrau mit Gefühlsarmut identifiziert ist, desto weniger Emotionen lässt sie in der Sexualität zu. Sie hat auch hier starke moralische Grundsätze und lehnt animalische Triebhaftigkeit ab. Sie denkt eher darüber nach wie sie sich von solch niedrigen Instinkten befreien kann. Damit schneidet sie sich, aber auch ihren Sexualpartner von der spontanen Lebendigkeit ab. In ihrer Jugend könnte sie durch besonders originelle Sexansichten kompensiert haben, doch wahrscheinlicher ist eher, dass sie Männer anzieht die auf ihre Potenz besonders stolz sind und den idealen Orgasmus mit ihr erleben wollen. Oft sprechen sie mehr darüber, als dass sie wirklich in die Körperlichkeit gehen. Männer, die sich ihr nicht aufdrängen, die immer wieder einmal Rückzugstendenzen durchblicken lassen, scheinen einen Schlüssel für ihren Keuschheitsgürtel gefunden zu haben.

Später, wenn sie zu ihrem Recht, ihre Gefühle zu leben, gefunden hat, will sie sich vom herkömmlichen Sexualverhalten befreien. Sie will als gleichberechtigte Partnerin ihre eigene Kreativität ins Liebesspiel einbringen und sich nicht den Idealen ihres Partners unterordnen. So kommt sie zu einem harmonischen, ihr entsprechenden Sexualleben, aus dem sie eine Menge Vitalität und Energie bezieht.

6. Haus im Fisch

Wenn die Waagefrau sich so, wie von Mama gelernt, mit der Obrigkeit identifiziert, nimmt sie in ihrer Arbeit alles kritiklos zur Kenntnis. Sie macht das was von ihr verlangt wird und passt sich nahtlos an die Bedingungen ihres Arbeitsplatzes an. Am liebsten arbeitet sie in einem Beruf in dem sie ihre Phantasie, Intuition und ihr Mitgefühl einbringen kann. Da wir nicht annehmen, dass sie, die so starke ethische Grundsätze hat, arbeitsscheu ist, trifft sie im Außen immer wieder auf Arbeitslose oder auf Menschen, die nicht arbeiten wollen, vielleicht bürdet sie sich sogar deren Pensum auf. Eventuell arbeitet sie sogar am Arbeitsamt. Meist wird sie in einer helfenden, dienenden Tätigkeit aufgehen, z.B. im medizinischen oder im reinigenden Bereich. Fällt es ihr schwer Entscheidungen zu treffen, wird sie leitende Positionen lieber ablehnen und die gute Fee im Hintergrund bleiben. Ihr fehlen die Ellenbogen um sich durchzusetzen und ihren reelen Wert auszudrücken. Im Extremfall ist sie süchtig nach einem Job, wo sie ihr ganzes Wesen einsetzen kann und leidet sehr darunter, wenn sie kein Aufgabengebiet hat. Ihr Arbeitsplatz könnte völlig chaotisch und unorganisiert sein, worunter sie wenn es ihr Schönheitsempfinden stört, leidet. Manchmal bekommt sie auch nicht das Geld, das ihr für ihre Leistung zusteht, doch sie hat selten die Kraft sich durchzusetzen. Da greift sie lieber zum Alkohol um ihren Arbeitsfrust hinunter zu spülen.

Sie hat eine seltene Beobachtungsfähigkeit, derer sie sich selbst oft gar nicht bewusst ist. Sie nimmt intuitiv Eindrücke oder Strömungen auf und weiß einfach was dem Hilfesuchenden fehlt. So kann sie einfühlsamen Trost spenden und Vertrauen und Mut zusprechen. Vielleicht ist es gerade ihr meist religiöses Weltbild, dass ihr hier den Rücken stärkt. Sie hat auch die Gabe ungewöhnliche Dinge und Phänomene, sobald sie sich dafür geöffnet hat (sonst kritisiert sie solche Dinge hart und lehnt sie völlig ab) exakt zu analysieren. Sie kann mit Traumbildern und Phantasien arbeiten und Einblicke weit über die Grenzen des Normalen gewinnen.

Es wird zwar selten vorkommen, aber die Waagefrau könnte auch eine Tätigkeit, die mit Aufdecken von Hintergründen zu tun hat ausüben. Natürlich denkt man hier gleich an die Meisterdetektivin, doch auch in (alternativ)medizinischen Bereichen, wo viel Gewicht auf die Analyse der Ursachen gelegt wird oder in einer Rechtsabteilung, wo Lücken oder Umgehung von Gesetzen gesucht werden ist sie richtig. Sie hat eine Nase dafür, heimliche Wege aufzudecken und das Augenscheinliche zu hinterfragen. Dieses Talent wird sie nicht nur in ihrer beruflichen Tätigkeit einsetzen, sondern es wird manchen Leuten, in ihrem privaten Bereich unangenehm werden, wenn sie Verborgenes aufdeckt.

In der Körperpflege gibt es bei der Waagefrau je nach Stimmung eine weite Bandbreite, die von stundenlangem Baden bis zur völligen Vernachlässigung ihres Körpers geht. Die meisten Waagefrau werden sich wohl in der Mitte treffen: angemessene Körperpflege, was angemessen ist wurde in ihrer Kindheit bestimmt. Vielleicht gab es hier wenig Waschgelegenheit und sie genießt es jetzt sich in der warmen Wanne endlos zu aalen. Die Ernährung kann sie sehr alternativ betreiben, Gemüse nur direkt vom Bauern und sie kocht nicht alltägliche Gerichte, wenn sie in Stimmung ist. Ist sie depressiv, vergisst sie auf das Essen oder stopft wahllos alles in sich hinein.

7. Haus im Widder

Eine Waagefrau, deren Wesen von Moral und Anstand durchdrungen ist, begegnet sehr spontanen Menschen, die fallweise auch zur Aggressivität neigen. Gerade sie die Ausgleichende und Gerechte, trifft auf Streitlustige und Zornige. Na ja, sie sucht ja die Ergänzung und je mehr sie sich das Mäntelchen der Zucht und Ordnung umhängt, desto mehr zieht sie ihren Gegenpol an. Je bewusster sie sich des eigenen Aggressionspotentials, das durch die ständige Gefühlsunterdrückung reichlich vorhanden ist, wird, desto ausgeglichener wird ihre Begegnung mit anderen Menschen sein. So geht sie spontan auf die anderen zu, sie hat genügend Selbstvertrauen um den Kontakt anzubahnen. Auf formale Vorstellung legt sie nicht viel Wert. Vorerst braucht sie Menschen, die sich für sie durchsetzen. Meist hat sie die Kraft, aber auch den Mut, sich das zu nehmen, was ihr zusteht noch nicht zur Verfügung, dafür ist sie zu „anständig“. Sie wird sich Partner, die hier wenig Scheu haben und schnell die Initiative ergreifen, suchen. Möglicherweise tadelt sie dann mit hochgezogenen Augenbrauen. Sie lässt sich von ihrem Galan huldvoll erobern, und ist mitunter konsterniert, wenn dieser sofort sein Bett mit ihr teilen will. Es gefällt ihr, wenn die Männer um sie streiten. Nur darf sie, wenn sie einen mag, nicht zu lange zögern, sonst verliert er das Interesse und sie muss um ihn kämpfen. Hat sie sich schon das Recht genommen ihre Gefühle bewusst pulsieren zu lassen, bringt sie eine Menge Triebenergie mit einem Schuss Abenteuerlust in die Begegnung ein. Sie ist voll in ihrem Element wenn sie wie ein Wirbelwind hereinkommt, alle wissen dann: „jetzt geht’s los“. Dieses gewandelte Auftreten wirkt sich auch auf ihr Flirtverhalten aus: sie erobert dann lieber selbst, als in der passiven Rolle zu verharren.

In der Mode bevorzugt sie sportliche Kleidung, die ihr Bewegungsfreiheit lässt. Sie kann impulsiv Kleidungsstücke einkaufen, ohne lange zu überlegen ob diese Stücke auch in ihre Garderobe passen und schimpft später über ihre Voreiligkeit. Sie liebt es im Ausverkauf den anderen das beste Stück vor der Nase wegzuschnappen. Manchmal behindert ihre mangelnde Entscheidungsfreude das Einkaufsvergnügen, dann wird ihr Partner oder die Freundin, die sie begleitet, die Initiative ergreifen und etwas für sie einkaufen, worüber es noch lange nachher Streit gibt.

8. Haus im Stier

Wie schon besprochen ist die Waagefrau auf materielle Werte fixiert und bereit ihr Konzept zum eigenen Lebensweg für Geld zu opfern. Doch umgekehrt ist sie auch bereit Geld für Therapien, Seminare aber auch für die Fiterhaltung ihres Körpers auszugeben. Sie bindet sich an einen Mann mit Vermögen, aber auch an einen den sie aufgrund seiner inneren Werte schätzt. Männer, die aus einer großen Familie kommen, können auf sie sehr anziehend wirken. Wenn das der Fall ist, opfert sie ihr Bedürfnis nach Eigenraum und zieht bei der Sippe ihres Mannes ein, oder die Sippe bei ihr, je nachdem. Sie muss nicht unbedingt ihren Wohnsitz mit der Großfamilie teilen, aber sie wird doch immer von den Familienmitgliedern ihres Mannes „verfolgt“. Sie lässt sich von ihnen vereinnahmen. Es kann natürlich auch sein, dass die Waagefrau selbst aus der Großfamilie stammt und ihren Partner in diese „eingemeinden“ will, obwohl der sich lieber abgrenzen würde. Doch es wird ihm nicht viel nützlich, da sich seine Frau ohne ihre Herde schutzlos und bedroht fühlt. Daraus kann resultieren, dass einer der Partner sich völlig abgrenzen will, der andere nur in der Gruppe leben möchte. In der Partnerschaft findet dann ein ewiges Tauziehen statt. Das ist auch ein Hinweis für die Waagefrau, die in jedes Lebensgebiet Balance bringen möchte, auch hier die „goldene“ Mitte zu finden. In jedem Fall wird sie gern ihren Beitrag zum Weiterbestand der Sippe leisten. Wenn sie sich traut, kann sie mit ihrem Mann die körperlichen Sinne bis zum Exzess genießen. Gutes Essen, Massage, sinnliche Düfte und Musik bieten die Stimulans für das Absteigen in die Tiefen der körperlichen Leidenschaft. Schade, wenn sie solche Wonnen für unmoralisch und wenig damenhaft hält. Trotz zurückziehen wird sie ihr Gatte immer wieder mit solchen Ansinnen konfrontieren. Entweder gibt sie nach und fühlt sich als Opfer seiner Gelüste oder sie besteht auf getrennte Schlafzimmer.

Die Verträge der Waagefrau basieren auf praktischen, realen Gegebenheiten. Hat sie sich mit ihrer Unterschrift gebunden ist ihr Motto: „da bin ich und da bleib ich“. Daraus ist zu schließen, dass sie Verträge soweit sie sich an Tatsachen halten, von ihr eingehalten und sogar verteidigt werden, Das heißt auch die Waagefrau trennt sich nicht leichtfertig von ihrem Partner, meist ist sie zu bequem dazu. Auch wenn er ihre Sicherheit bedroht, in dem er vielleicht zu viel Geld ausgibt oder „unmoralisch“ ist, wird sie ihm die Treue halten. Sie möchte mit ihrer Familie auf sicherem Boden leben, den Schutz der Gemeinschaft auskosten und die Freuden des Lebens genießen. Ihr Lebenskonzept sollte Gedanken über ihren persönlichen Eigenwert ohne den Schutz der Gruppe und auch das maßvolle Abstecken ihrer Grenzen beinhalten. Verdrängt sie diese Bedürfnisse manipuliert sie ihr Selbstbewusstsein, das sich natürlich ausdrücken möchte, solange, bis sie sich nur mehr in ihrer Gruppe leben traut. Sie opfert die Treue zu sich selbst einer meist ererbten geistigen Vorstellung von Sippenhaftung.

9. Haus im Zwilling

Die Waagefrau bildet sich auf dem Gebiet der Wissenschaften, der Technik weiter. Vor allem schnellen Kommunikationsmedien, wie Tageszeitungen, Fernsehen und (Bild)Telefon schenkt sie ihre Aufmerksamkeit. Sie liest viel darüber, schaut sich Filme darüber an, surft im Internet und tauscht sich gern mit anderen über ihre Erkenntnisse aus. Auch ihren Körper bezieht sie in ihre Weiterbildung ein. Vielleicht belegt sie Stimmbildungskurse, nimmt Gesangs-oder Musikunterricht, geht jede Woche zur rhythmischen Gymnastik usw. Ein wichtiger Aspekt dabei ist für sie, dass sie sich erstens darstellen kann und zweitens „tratscht“ sie unheimlich gern während ihrer Kurse.

Eine Waagefrau reist um ihren Erfahrungsschatz zu erweitern. An ihrem Reiseziel angelangt, oder auch schon vor Reisebeginn hat sie alle Information über Ausflugsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und auch Sportmöglichkeiten eingeholt. Da sie sehr redegewandt ist, beherrscht sie möglicherweise Teile der Landessprache, oder kann sich mit Gesten und Gebärden verständlich machen. Auf ihren Reisen ist sie unternehmungslustig, langes Sonnenliegen macht sie müde. Sie plaudert lieber an der Bar oder unternimmt einen Trip in die Stadt. Wenn es beruflich erforderlich ist, stört es sie gar nicht zu reisen um Vorträge zu halten, Informationen einzuholen oder zu dolmetschen. Wie auch immer, sie sieht Sinn darin die Welt und ihre Bewohner kennenzulernen. Sie betrachtet Ausländer, die ihr begegnen auch in ihrer Heimat, vorurteilsfrei und kann oft ihre Neugier nicht verbergen. Kehrt sie von ihren Trips zurück hat sie viel über die fremde Mentalität zu berichten und vielleicht auch eine Menge Fotos zu zeigen.

10. Haus im Krebs

Die Waagefrau übernimmt Verantwortung für ihre Kinder. Auf die Pflege und Hege und auf deren Ausbildung legt sie größten Wert. Sie kann sehr ehrgeizig für ihre Kinder sein und sie zu Leistungen anspornen. Und es müssen nicht immer die eigenen Kinder sein, zu deren Ausbildung sie beiträgt, sie nimmt sich auch der ihr von der Öffentlichkeit anvertrauten, Kleinen an und nimmt sie unter ihre Fittiche. Über das richtige Wissen, wie man mit Kindern umzugehen hat, holt sie sich Anerkennung. Möglicherweise orientiert sie sich in der Kindererziehung streng an dem, was sie von der Gesellschaft gelernt hat und greift auf herkömmliche Erziehungsmittel zurück. Alternativen bezieht sie kaum mit ein. Ihre Wahrnehmung ist voll auf „was man tut“ ausgerichtet und daran hält sie sich, auch wenn sie instinktiv eher dazu neigt das Gegenteil zu tun. Sie will „normales“ Gefühl, das heißt auf keinen Fall anderes als die anderen, eher noch perfekter als die anderen. Vielleicht wurde sie in ihrer Kindheit, der Tränen und ihrer Gefühlsausbrüche wegen ständig gemaßregelt. Möglicherweise hat sie immer, wenn ihr Grenzen gesetzt wurden, die ihre Sensibilität unterdrückten, bitterlich geschluchzt. Es schickt sich halt nicht in der Öffentlichkeit zu weinen, und auch nicht laut zu lachen. Kinder haben sich anständig zu benehmen. Als Erwachsene und vor allem als Frau muss man wissen was sich gehört. Man zeigt keine überschwänglichen Gefühle, vor allem nicht die weiblichen Attribute, nimmt Rücksicht auf andere und so weiter, und so weiter. Kein Wunder, wenn es manche Waagefrau als sehr mühsam empfindet Frau zu sein. Doch hier fährt sie voll im Fahrwasser der Fremdbestimmung. Das einzig wichtige ist, dass sie eine eigene Form findet um ihr Wesen zu leben und ihre Gefühle zu zeigen. Rücksicht nehmen ja, aber nicht auf die anderen, sondern auf ihre eigene verletzliche Seele. Sie sollte das, was in der Bevölkerung geschieht wahrnehmen und sich das Recht nehmen mit ihren ureigensten Gefühlen darauf zu reagieren. In dem sie mit ihren Emotionen verantwortungsvoll umgeht, kann sie in sich die Zeit geben und nachspüren, ob sie etwas will oder nicht und auch „Nein“ sagen lernen. Sie hat die Berufung ihre Gefühle und die der breiten Masse so auszubalancieren, dass sie und auch die anderen sich wohlfühlen, das heißt aber nicht, sie soll sich unterdrücken lassen.

11. Haus im Löwen

Eine Waagefrau ist stolz auf ihren Freundeskreis. Hier wird gefeiert und gespielt. Gemeinsam genießen sie die Sonnenseite des Lebens und die Waagefrau kann hier ihre Selbstständigkeit und ihre Kreativität entfalten. Oftmals ist sie in ihrer Freizeit ganz anders, gibt sich viel lockerer und freier, als im beruflichen Alltag. Mit ihrer auf Ausgleich bedachten Art unterstützt sie ihre Freundinnen, aber auch ihre Kinder bei ihrer Selbstverwirklichung. Hier sieht sie ihr Ideal: jeder sollte sich so weit befreien, dass er seine Persönlichkeit voll zum Ausdruck bringen kann. Für sie selbst heißt das sich zu emanzipieren, ihre Tatkraft und ihre Selbstbehauptung in die Freiheit zu entlassen. Wenn ihre Erziehung dahingehend war, dass sie nur anerkannt wurde, wenn sie das „Weibchen“ lebte, musste sie alle männlichen Attribute, wie Unternehmungslust, Autorität und Zielbewusst sein unterdrücken. Jetzt ist sie dazu aufgerufen ihre innere Sonne, das Aktive, Männliche zu befreien und nach Waageart ausbalanciert, gleichberechtigt neben ihrem inneren Mond, dem Passiven, Weiblichen leben zu lassen. Gelingt ihr das, ist sie als ganzheitliche Person auf dem Weg zur Einheit.

12. Haus in der Jungfrau

Die Waagefrau hat Angst vor Kritik. Meist ist das die Triebfeder, die sie dazu veranlasst nur das was der Öffentlichkeit gefällt auszuleben. Manche Waagefrauen wollen Begegnung um jeden Preis und verdrängen dadurch ihre eigene Analyse- und Kritikfähigkeit, die ja hinderlich wäre. So begegnen sie nur lauter „netten“ Menschen. Höchstens hinter deren Rücken wird scharfe, aber meist zutreffende Kritik laut. Das bringt mit sich, dass die Waagefrau sich selbst in Beziehungen nicht konstruktiv einbringen kann, weil sie ihre eigenen Grenzen nicht kennt. Würde sie ihre Analysefähigkeit zur Verfügung haben, müsste sie in die Begegnung gehen und z.B. sagen: „ich habe dich beobachtet und ich sehe....“ Damit würde sie sich bei vielen Menschen unbeliebt machen und sie würde ihre Anerkennung, als harmonisches, weiches Frauchen verlieren. Und doch könnte sie so ihren Beitrag zu einem friedvollen Zusammenleben, zu einer gesunden Umwelt leisten. Sie hat die unbegrenzte Fähigkeit hinter Fakten und scheinbare Tatsachen zu schauen und Details ans Tageslicht zu bringen, die der Menschheit und ihrem Gesundheitssystem einen großen Dienst erweisen.

Eine Waagefrau, die auf dem Gebiet der Systematik und des Unterscheidungsvermögens unsicher ist, versucht ihre „Schwäche“ hinter massiver Kritik zu verbergen. Sie nimmt einerseits gewisse Dinge, die in der Gesellschaft als normal gängig gelten kritiklos hin, auch wenn sie der Umwelt noch so großen Schaden zufügen, wie z.B. die Atomversuche, andererseits missbilligt sie jedes Abweichen der Norm. So wertet sie Esoteriker oder besonders religiöse Menschen ab, kritisiert Außenseiter, wie Drogensüchtige oder Arbeitslose. Eigentlich hat sie Angst vor diesen, für sie nicht einordbaren Individuen. Sie verbirgt hinter einer dünnen Fassade, dass sie selbst nicht besonders scharf auf Arbeit ist, dass Putzen für sie ein Gräuel ist und dass sie sich dafür fürchtet, durch zu viel Detailkrämerei in ein Chaos gezogen zu werden. Fühlt sie sich auf Grund der dauernden Vermeidung den alltäglichen Tatsachen ins Auge zu sehen, orientierungslos, verliert sie immer mehr die Kontrolle über sich selbst. Sie muss sich dann scheinbar immer an andere anpassen, da sie selbst ja nicht mehr weiß, wohin sie ihr Lebensschiff steuert.

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